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ken; fast Alles ist hingegossen; daher die störende Ungleich,hcit in Darstellung und Sprache, viel Ueberslüssiges,Mattes und Gemeines, neben trcflichen Gedanken, an-sprechenden Bildern und hochgelungencn feurigen oder be-redten Stellen; der Versbau ist leicht und wohllautend,oft ausgezeichnet schon. Unter den geistlichen Liedern sindmehre gut (z. B> S. r2. 64 der Ausg. v. >744), unter denweltlichen viele meisterhaft (z. B. S. >96. 241. 25? 282.917.92Z); die Ode auf Eugen f >718^ hat Feuer undkräftige Neuheit, und in den Satyren überraschen äusserstgelungene Stellen voll heiterer Laune (z B. S. 400) undschlagenden Witzes. Die erste Ausgabe der Günther'schcnGedichte erschien unmittelbar nach seinem Tode (Breslau1720. 8.) und wurde bald vervollständigt und mchrmalenwiederholt (die öte Aufl. mit Anhang 1764. 8.) mit allzu-geringer Vorsorge für des Dichters Nachruhm, der nurbcy strengerer Auswahl hätte gewinnen können. — Zudem besseren, was dieses Zeitalter hervorbrachte, gehörenauch mehre Kirchenlieder, welche zum Theile noch jezt ihreStelle in unseren Gesangbüchern behaupten; besondersverdienen bemerkt zu werden die von I. PH. Spener,I. Rodegast sst. 1708s!, uns allen werth durch denunvergleichlichen Gesang „Was Gott thut, das ist wohl-gethan"; von dem eigenthümlich ausdrucksvollen Joh.Wilh. Petersen sst. 1727!; von dem bis zur Tändeleyüberspannt fühlenden Bens. Schmolkc lst. >727); vondem schlicht-frommen Erd mann Neumci ster sst. »7^und mehren anderen.
Von gediegener Veredelung der Prosa kann kaum dieRede seyn. Ausser dem genialen Lohen st ein, haben nurBesser in angemessener Helligkeit, und Wernike inkritischer Untersnchungsschärfc etwas für sie geleistet.