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sich in Hamburg f 1 ,70c, bis 1708) herumtrieb und von Ro-manen, Sing- und Possenspielcn, und Schmähschriftenlebte; er würdigte wie sein Lehrer August Bohsc, ge-nannt Talander, aus Halle fgeb. a66>; st. nach 1700?;,zulezt Lehrer an der Ritterakademie in Liegnitz, ein uner-müdlicher schlechter Romanenschreiber und, sogenanntergalanter, Sprachverdcrber, welcher ebenfalls einige Zeitin Hamburg gelebt hatte, die Schriftstellcrcy zum gemei-nen Broderwerbe herab.
Diesen schlechten Schriftstellecu und der Verkehrtheitdes Lohensteinschcn Trosses stellte sich Christian Wer-nike aus Preussen sgeb, 1666? st. 2,720?^, ein mit demelastischen Alterthnm und mit neuerer Litteratur vertrauter,durch Reisen gebildeter Schüler Morhof's, währendseines Ausenthaltes in Hamburg, entgegen. Er bestandeinen nicht leichten Kampf; denn die vorlaute, für desAugenblickes Genuß halb und flach gebildete Menge hing,wie wir es heutiges Tages mit Kotzebuc und seinenSpießgesellen erleben, den Menschen an, denen sie fürUnterhaltung im Schauspielhanse und für Zeitvertreib inmüßigen Stunden dankbar sepn zu müssen glaubte unddaher Klagen über Verderben der Sitten und des Ge-schmackes als pedantische Grillenfängerey, oder wohl garals Ausbrüche des Neides und der Rohhcit betrachtete;nur die gesündere Minderzahl erkannte das Verdienst einesivlcheu Angriffes an und die gerechte Nachwelt konnte niezweifelhaft darüber seyn, wem der Sieg gebühre. Wer-nike folgte festen kritischen Grundsahen, die durch fort-schreitendes Nachdenken und Prüfen immer reifer wurden;er ehrte Teutschheit in Sitten und Lebensverhältnissen, inThatigkeit des Geistes und der Einbildungskraft, in Dar-stellung und Sprache; er eiferte gründlich und einsichtsvoll