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wurde der Schleper Benjamin Ncukirch sgeb. >665;st. d. >Z Aug. 1729s!, Hofrath und Prinzcnlchrer am An-spachischen Hofe, von seiner Vorliebe sür Hoffmaimswaldauund Lohenstcin geheilt und zum nur zu ängstlichen Streben»ach glattgeschliffeucr Einfachheit belehrt; die Kunst hat bcydieser Umwandlung seines Geschmackes nichts gewonnen.In seinen früheren Gedichten (abgedruckt in der von ihm be-sorgten Ausgabe der WerkeHossmannswaldan's u. a. s. obenS. 78.) zeigen sich doch Spuren von Kraft und Gefühl;jezt sank er, bcp unverkennbar sorgfältiger Feile der Spracheund des Versbaues, zu wässeriger Gedankenarmuth, fran.zösircnder Geschwätzigkeit und matter Reimcrcy herab, wo-von die lstbe;setznng dcsTelcmach in Alerandrincrn (Onolz-bach >727 fll. ZFol. :c.) den sprechendsten Beweis liefert;am erträglichsten sind seine Satyren (Franks. 1767. 8.);die sogenannten Oden, Lieder, Eklogen können, mit sehrwenigen Ausnahmen, als Muster schaler Reimschmiederepaufgestellt werden; sie sind in seinen, von I. Eh. Gottsched (Regensb. 1744. 3.) herausgegebenen „Anserlcseneu Gedichten" zu finden. Um nichts höher stehen derKurländcr Johann von Besser sgeb. 16Z4; st. d. >0Febr. -729s!, Oberccrcmonienmeistcr in Berlin und, alsihn der wirthschaftlichc König Friedrich Wilhelm I. verab-schiedet hatte, in Dresden ss. 1717s!, und Johann Ul-rich von König aus Eßlingen sgeb. 1688; st. d. >4März 1744.',, Hofdichter und Ecrcmvnienmcister in Dres-den; beide Gelegenheitsdichtcr, nicht arm an Kenntnissen,nüchternen Geistes, mattherzig einfach in der Darstellung,rein und richtig in der Sprache, doch nicht ohne wesentlicheVerschiedenheit; Besser, dessen Schriften (Lcipz. 1711)I. ll. v. König am vollständigsten gesammelt hat (Leipz.17Z2. 2 B. 8.), war in früheren Jahren ein Dichter, dem