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2 (1819)
Entstehung
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rednngen " (1689) unmittelbar folgten. Der Ruhm die-ses Mannes hänget nicht von seinen, ganz eigentlich ihrerZeit angchörigen Schriften ab, sondern von den Fruchten,die sie getragen haben und deren wir uns noch heute imLeben und Streben erfreuen. Sein Leben hat H. Luden(Berlin iLc>5. 8.) beschrieben.

Halle und Thomasius erinnern an den Preußi-schen Staat und an das, was derselbe schon damals fürhöhere und freyere Bildung des tcutschen Volkes gewesenist. Beschirmung des Protestantismus ist das Geheimuißseiner wachsenden Macht, die ohne großen Länderbesitzdurch Vertrauen und Achtung in der öffentlichen Meinungzu einem Umfange und zu einer Allgcmeingültigkcit gestei-gert wurde, welche blos geistig vorhanden seyn konnte.Tüchtige Männer aus allen Gegenden Teutschlands fandenim Preußischen gastfreundliche Hcimath; und eben diese,selten ohne einigen gegründeten Anspruch auf Verdienstbestehende Mannigfaltigkeit des Beamteustandcs verhütetekümmerlich engherzige Beschränktheit und Einseitigkeit, undtrug zur Erhaltung frcyer Geistesbewegung nicht wenigbcy; der Fremde wohnte und diente gerne in diesem Lande,denn die Regierung war gerecht und milde; daher siedeltensich auch viele französische Flüchtlinge, nach Aufhebung desEdictes von Nantes li685i im Brandcnburgischcn an undtrugen zur Belebung des Kunstfleisses, zu regsamer Gei-stesbildung und zur Verfeinerung des bürgerlichen Lebensnicht wenig bcy; Kunst und Wissenschaft wurden in Ehrengehalten; der Berliner Hof war unter Friedrich III. dergeschmackvollste in Teutschland.

An diesem Hose lebte, zulezt als Geheimer Staats-rath , Friedrich Rudolf Ludwig v 0 u Canitz ausBc»lin sgcb. 1654; st. d. »1 Aug. 1699^ und beschränkte