Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
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folgerecht beharrlich die Bahn verfolgend, deren Ziel Leit-stern des Jünglings gewesen war. Er hat dem blutigenGräucl der Hercnprozefse und verbrecherischen Tcufelglau-bens ein Ende gemacht. Er war ein begeisterter Anwalddes evangelischen Christenthnms, was im Herzen wohnt,gegen kalte Wortspitzfindigkeitcn verfolgungsüchtiger Theo-logen. Er drang darauf, daß Gelehrsamkeit nach demMaasstabe ihrer Gemeinnützigkeit und ihrer Beziehung aufdas Leben gewürdigt werden solle. Was Thomasiusfür Freyheit und cdelcre Richtung des teutschen Geistesdurch kritischen Muth, durch faßliche Erörterungen, durchLehrbücher, durch Bearbeitung der praktischen Philosophie,besonders der Logik und des Naturrcchres, durch Vorle-sungen und Umgang geleistet hat, wird von Keinem ver-kannt werden können, der den des rüstigen KämpfersFeuerkraft herausfodernden Gegensatz des Zeitalters in'sAuge faßt und den obersten Grundsatz unbefangen beach-tet, auf welchen sein gesummtes Wollen und Thun zurück-zuführen ist; damit wird auch dem Tadel seiner Einseitig-keiten und Uebertrcibungcn zu begegnen seyn. Er führteden Gebrauch der Muttersprache zu wissenschaftlichen Be-schäftigungen ein und war der Erste, welcher auf teutschenHochschulen Vorlesungen in tcntscher Sprache hielt. SeineAnkündigung derselben in Leipzig s>637l mit einemDis-cours, welcher Gestalt man den Franzosen im gemeinenLeben und Wandel nachahmen soll" errcgre großes Auf-sehn; sie fodertc, nach ehrlicher Erklärung gegen dasüberhandnehmende Franzosentbum, die teutschen Gelehrtenauf, von den Franzosen Achtung für die Mutterspracheanzunehmen. Auch gab er die erste teutschc Monatsschrift,/reymütbige Gedanken über allerhand Bücher" ( 16LL bis,690) heraus, welcher Tenzel'sMonatliche Unter-