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2 (1819)
Entstehung
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schaftlichcn Bildung zu herrschen ; nicht blos die von rci.chcn und vornehmen tcntschen Jünglingen häufig besuchtenNiederländischen und die Straßburgische, sondern mehreteutsche Hochschulen, namentlich Helmstädt, Altorf, Kiel,Jena, Leipzig u. a, zeichneten sich bald mehr bald weniger,wie es die Eigenihümlichkcit einzelner Lehrer veranlaßt?,durch geschichtliche, philosophische und andere der allgemei-neren wissenschaftlichen Bildung zusagende Bestrebungenaus; allen konnte aber die in Halle sd. a Inn. 1694^ neugegründete Hochschule zum Vorbilde dienen; ihr inneresLeben, fruchtbar an Segnungen für ganz Teutschland,wurde vom Geiste der praktischen Wissenschaftlichkeit regiert;von ihr, dem Sitze frcyer Forschung und hcldenmüthigcnEifers für Wahrheit und Recht, gingen die folgenreichstenUmstaltnngen aller Zunftgclehrsamkcit und ehrwürdigeMuster treuer Wachsamkeit für geistiges und sittliches Ge-meinwohl aus. Hier gründete ^1695^ der fromme EdleAugust Hermann Franke mit wundersamem Ge-deihen sein Waisenhaus, in welchem der Verein gelehrterBildung und sittlich religiöser Erziehung veranschaulichtwurde. Hier wirkte fs. -690^ der Manu, welcher nachLuther den wohlthätigsten Einfluß auf teutsche Mitweltund Nachkommenschaft gehabt hat, Christian Thoma-si u s aus Leipzig l geb. r.665; st. d. 2Z Sept. -728^, im-mer und unwandelbar treu der Wahrheit, der Gerechtig-keit und der Liebe zum Volke, für dessen sittliches undgesellschaftliches Heil er muthig und siegreich kämpfte; inder Jugend stürmisch heftig und schouunglos das Vorurtheilund den herkömmlichen Zunftwahu mit Ernst und Spottangreifend und entlarvend, daher theologischen und juri-stischen Mishandlungcn ausgesetzt, gegen welche ihm derPrcussische Staat »689) Schutz gewährte; als Mann