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Höheres in der Darstellung erstrebte, und immer weiter,weil er mit der Dichtkunst ein leichtes, loses, keinem sitt-lichen oder wissenschaftlichen Maasstabe unterworfenesSpiel trieb. In Liedern und Gelegenheitsgedichten, Grab-schriftcn, Idyllen und Heldenbriefen, welche von ihm inTeutschland eingeführt wurden, sind gesuchter Witz, bunte,oft unschickliche, oft überladene Bilder, Wortspiele undspitze Gegensätze, welche sich drangen und einander todtmachen, die Hauptbcstandtheile; gesunde Gedanken undkräftige Gefühle können in der zudringlichen Umgebungund sich selbst überbietenden, ihrem Wesen und Gehaltenach dürftigen, Mannigfaltigkeit nicht auskommen. MehreGedichte, besondersteHeldenbricfe, strotzen von Schlüpf-rigkeit, welche mehrmalen bis zu schaamloser Frechheitgesteigert ist. Seine Werke sind öfter (zuerst Breslau1675. ö.), am vollständigsten, mit Einschaltung vieleranderen von Lohen sie in. Besser, Ungenannten undvon dem Herausgeber, durch Bens. Nenkirch (>697(1!.;»7Z4 fll. 7B. 8.) gesammelt worden und Gottlob jcztganz vergessen. — Reicher an Naturanlagcn und au geistig-wissenschaftlicher Bildung war Daniel Caspar vonLohe «stein aus Nünptsch I^gcb. r6Z5; st. d. aä Aprili6SZ^, Kais. Rath und erster Syndikus in Breslau;vielseitige Belesenhcit, erleichtert durch Kenntniß neuererSprachen, auch der spanischen, zeichnet ihn eben so glän-zend aus, wie Fruchtbarkeit der Einbildungskraft undStärke und Warme des Gefühls. Dem ungeachtet ge-schichet den meisten seiner dichterischen Arbeiten gewiß kemUnrecht, wenn das, was sie am merklichsten und, willman, eigenthüwlich unterscheidet, Verschrobenheit genanntwird; denn es bestehet in untcutschem Prunke und teutscherPcdantercy, in widrigem Schwulste neben flacher Gemein-