Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
Seite
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So weit ging sein Reinigungsverfahren nicht, wie das,welches Zesen geltend machen wollte; aber auch diesesverkannten und viel verspotteten Mannes Rechtfertigunglieget sehr nahe, wenn das Gewirre und die anstößigeMengerey der damals gebräuchlichen Schrift- und beson-ders Geschäftssprache erwogen wird; worüber eine gleich-zeitige satprische FlugschriftNeu ausgeputzte Sprachpo-saune an die unartigen teutschen Sprachverderbcr" ( ,643.3.) ziemlich vollständige Auskunft giebt.

Alle seine Vorgänger in der Bearbeitung der teutschenSprachlehre übertraf Justus Georg Schottel ausEimbeck fgeb-1612; st. d. 25Oct. 1676^, Prinzen-Erzie-her am Braunschweigischen Hofe und dann Conststorialrathin Wolfenbüttel; dieser beharrliche, gründliche, scharf-sinnige Forscher hat den Geist und die vaterländische Eigen-thümlichkeit und Selbstständigkeit der teutschen Sprachetief und meist richtig ausgefaßt, geschichtlich zu erspähenund zu erläutern gesucht und sich um festere Bestimmung derfür sie gültigen, aus ihrem Inneren entwickelten Gesetz-gebung unvergeßliches Verdienst erworben. Seineans-sührliche Arbeit von der teutschen Hauptsprache" (Braun-schwcigi663; mit neuem Titel: Hildcshcim ,737.4.;Auszug in Fragen und Antworten: Br. 1676. 3.) ist alsein wahrer Schatz für die teutsche Sprachforschung zu be-trachten. Sie umfasset das ganze Lehrgebäude, desseneinzelne Theile Sch o tt el vorher in dert. Sprachkunde"(1641; »6Z>. L.), indexEinleitung" (,643. 8.) undin derVerskunst" (164,4; 1666. 3.) bearbeitet, nunaber neuer strenger Prüfung unterworfen und zu einemGanzen vereinet hatte, und enthält ausser mannigfaltigengeschichtlichen und litterärischen Abhandlungen, die Wort-forschung, die Wortfügung und die Prosydie in größer