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Felde mit rühmlichem Eifer und nicht ohne bleibenden Er-folg. Noch vor Opitz hatte Georg Henisch ausBartfelden in Ungarn (geb. 1649; st. d. 3. MayProfessor am Gymnasium in Augsburg fs. >676;, eingründlicher Philolog, begeistert von der Herrlichkeit derteutschen Sprache, deren hohes Alter, Neinigkctt, Aus-breitung, Kraft, Kürze, Reichthum er anerkannte, einenehrenwerthcn Versuch gemacht, den teutschen Sprachschatzin einem auf Sachbegriffe berechneten Wörtcrbuche (Pste-ssrirus liii^uas et s-iplentlae Oeruianicae.?. 1. Augsburga6i6. Fol.) zu veranschaulichen. Es werden bey demStammworte, die gleichbedeutenden und abgeleitetenWörter, die Beywörter und ihr Gebrauch in mehren Ver-bindungen, auch Denk- und Sprüchwörtcr angegeben,mit bestandiger Berücksichtigung der Lutherischen Bibel-übersetzung. In Anordnung der einzelnen Bestandtheilegenüget das Werk am wenigsten; aber es enthalt vieletreffende geschichtliche Bemerkungen und ist für sein Zeit-alter eine sehr überraschende Erscheinung. Nach Opitz,in Folge der von ihm ausgegangenen allgemeineren An-regung, häuften sich die Anweisungen nicht blos zur Vers-kunst, deren schon gedacht worden ist, sondern auch zurSprachlehre. Unter ihnen dürste das von ChristianGueintzen, Rector zu Halle (st. d. Z Apr. aKZof, einemselbstdenkenden Schulmanne, verfaßte Lehrbuch (Kothen164-, 3.), dem bald eine Anweisung zur teutschen Recht-schreibung (164Z; 2te Ausg. Halle 166s. 8.) folgte, zuden bemerkenswcrtheren gehören; in der Darstellung wirdBündigkeit und Faßlichkeit, in der Erklärung philosophischeGenauigkeit erstrebt; und die zur Verdrängung auswärti-ger Kunstausdrückc in Vorschlag gebrachten vaterländischenempfehlen sich zum Theil als selbstständig und angemessen-