Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
Seite
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binsonadcn, und ein überaus treues Naturgcmälde derGreuel und Schändlichkeitn des drcysigjährigen Krieges,schilfert Wcltlanf und Mcnschenschicksal nicht nach Idealenträumerischer Schäferphantasie und nach Theorien der-chcrgetehrtcn, sondern nach handgreiflichen Ergebnissengröberer Wirklichkeit, mit vieler, oft sinniger, oft drolligvorlauter Betrachtung, und nicht ohne die Früchte mehr-seitiger Belcscnheit, wie es Zeitgebrauch mit sich führte,zur Schau auszustellen. Die vorwaltende Richtung desgleichsam ans dem buntesten Leben selbst erwachsenen Bu-ches ist satyrisch; sie kündiget sich in wohlwollender Leich-tigkeit an, die Welt zu nehmen, wie sie nun eben ist,und in ironisch-naiver Freude daran, sie so zu schildern.Tie Sprache, ohne ihr Zeitalter zu verleugnen, hat merk-würdige Angemessenheit. Wer auch der Verfasser und seineFreunde und Gehülfen oder Nachfolger gewesen scyn undwas sie beabsichtigt haben mögen, den Kern und Mittel-punkt des sich in ihrer Zeit entwickelnden und neu gestalten-den ächt-tcutschcn Romanhaften und den mindestens nichtunrichtigen Ausdruck dafür hatten sie gefunden; das gehetauch aus den, diesem vielgclesenen Buche späterhin beyge-sügten Zugaben hervor, unter welchen, neben anderenbedeutsamen volksthümlichcn Witz- und Schcrzgaben, dertcutsche Michel, der stolze Welcher, das Galgenmännleinoder Alraüchen sich befinden. Die neueste Umarbeitungdes Simplicissimus hat der Verfasser der grauen Mappein derBibliothek der Abeutheurer" (Magdeb. i8>ci. 3.)versucht.

Die Untersuchung, geschichtliche und wissenschaftlicheBegründung der teutschen Sprachlehre hatte den gedeih-lichsten Fortgang; mehre wackere Gelehrte, besonders auchSchulmänner, arbeiteten an diesem wenig angebauten