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nominell, erheben sich nur durch Leichtigkeit und Nichtig-keit des Rhythmus über die gewöhnlichen der OpitzischenSchule; es müßte ihnen denn ihre Faßlichkeit und biedereHerzlichkeit zu besonderem Verdienste angerechnet werden.Unter den „Bcyschriftcn" oder Epigrammen (Jena >663.L.) treten einige durch Witz und heitere Lustigkeit hervor;die wenigen Strafgedichte sind launig und beurkunden einenicht zwcydentige Anlage zur Satyre, welche der Dichterselbst weniger beachtet zu haben scheint.
Gryphius Nachruhm beruhet auf dem, was er fürdie Bühne geleistet hat; in seinen dramatischen Kunstwer-ken, den Erzeugnissen einer männlich reiferen Geschmackes-bildung, offenbaret sich ein an dichterischen Erfahrungenreiches Gemüth, freue Bewegung einer sehr geschäftigenEinbildungskraft und besonnene Herrschaft über die Sprache;ist diese oft ungleich, so fällt dicß, eben so wie die Hinnei-gung zum Allegvrisiren und zum rhetorischen Lchrtone,weniger dem Dichter als seinem Zeitalter zur Last. DieVerstoße gegen dramatische Kunst-Einheit in Anlage undEntwicklung des Stoffes und gegen folgerichtige Haltungder Charaktere werden durch überall vorwaltende sittlicheRichtung, glückliche Züge, kraftige Stellen und öfteresGelingen des Dialogs vergütet. Schon das viele Vor-trestiche in Einzelnem rechtfertiget die Auszeichnung, welcheder von mehren ihm zugestandene Beyname des Vaters dertcutschen dramatischen Dichtkunst ausdrückt. Gryphiusselbst legte auf seine Trauerspiele den größten Werth; wirbabcn deren sieben; sie sind in gereimten Alexandrinernverfaßt und haben Chöre; sie wurden, Key Lebzeiten desDichters, in Breslau, wahrscheinlich von der geachtetenVelthcim'schen Gesellschaft, welche vorzüglich in Nürnberg,Hamburg und Breslau spielte, mit großem Beyfalle auf-