Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
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gebracht; in Fraustadt stand er bey Vornehmen und Ge-ringen in dem Rufe eines guten Redners, als er dieseStadt verließ und nach Danzig ging, wo er von Privat-unterricht lebte und unter der Aufschrift „Erneuerter Par,naß" die erste Sammlung seiner vermischten Gedichte her-ausgab. Zwar kehrte er bald nach Fraustadt zurück undübernahm eine Hauslehrerstelle bey den Kindern des kais.Pfalzgrafen Georg v. Schöuborn, dessen trcfliche Bücher-sammlung seiner schwerbefriedigten Wißbegierde fruchtbareNahrung gab; aber Religionsverfolgungcn und der bös-artige Verdacht, daß er mit seinen Schilderungen desKriegs-Elendes Aufwiegelung des Volkes beabsichtige,nöthigten ihn zu abermaliger Entfernung und er besuchtenun lim Sommer i6Zg) von Danzig aus fremde Länder;lebte mehre Jahre in Leiden, lehrend und lernend, berei-scte als Begleiter des Pommers W. Schlegel die Nieder-lande, Frankreich und Italien ss. r644Z, hielt sich einenSommer H646f in Straßburg auf und suchte, nach langerAbwesenheit, staatlich reich an Kenntnissen und Erfahrun-gen, das ihm theure Fraustadt id. LoNov. >647^ wiederauf. Hier fand er, nachdem er Anträge zu einem Lehr-amte auf den Hochschulen in Frankfurt an der Oder undin Upsala abgelehnt hatte, ein seineu Verdiensten undWünschen entsprechendes Amt; er wurde l<6ZoZ zum Syn-dikus der Stände des Fürstenthums Glogau ernannt. Auchbey gewissenhaft treuer Erfüllung seiner Berufsgeschäfteblieb ihm hinreichend freye Zeit, um für die Kunst zu lebenund zu wirken; seine dichterische Thätigkeit beschränkte sichfast ausschließlich auf Arbeiten für die Bühne. Die Ge-dichte, theilS erustbelehrende Betrachtungen, theils geist-liche und weltliche Lieder, theils Sonnettcn, der Mehrheitnach Jugendfrüchte, aber auch die späteren nicht ausge-