Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
Seite
55
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Schauspielhaus; hier wurde sim Der. a65os die ersteteutsche Oper, Dav. Schirm er's Paris und Helena,gegeben; C. Eh. Dcdekind's Fleiß ließ an Arbeitender Art keinen Maugel entstehen; und die teutsche Operwar wirklich glänzend, bis ste snach r6Lvs durch die italiä-nische verdrängt wurde. Die Opitzischc Schule leistete fürdie kunstmäßigc lyrische Bearbeitung des Singspieles alleinetwas. Dach veredelte es durch Einführung der Chöreund dieser bedienten sich auch der Verfasser des gereimtenTrauerspieles Dido, welches einer unter der Ausschristder Phrygier Acncas" (r6/,5? 12.) erschienenen Ucbcr-sctzung des Virgils angehängt ist, und Michael Lo-hausen lst. 1679s ül seinem geistlichen TrauerspielCainder Brudermörder" (Hamb. 1602). In dem, was dergeniale Clai und v. Birken für die Bühne geschriebenhaben, läßt sich lyrisches Verdienst nicht verkennen; auchNe um a rk's Bestrebungen sind in dieser Hinsicht nicht ganzmislungcn; des matthcrzigcn Rist Arbeiten stehen amtiefsten. Einen vaterländischen Stoff stellten die, wahr-scheinlich von Schwiger verfaßtenWittckinden"(Jena 1666. 4.) in einem Singe- und Frcudenspiel dar.In diese» und ähnlichen Versuchen wird weder Reinheitnoch Festigkeit des Geschmackes erwartet werden, da bcyihnen gewöhnlich italiänische Muster zu Grunde gelegtoder doch berücksichtigt wurden.

Auch in der Tragödie und Komödie herrschte Nachah-mung des Ausländischen; und die Komödie wurde blosungelenk dialogisirtes Sittengemälde, als JohannGeorg Schoch das teutscheStudentcnlcbcn" (Leipz.1657; '66L. L.) anschaulich lebendig genug, aber ohneKunstbindung auf die Bühne brachte. Die meisten Stückewurden italiänischcn und niederländischen Urschriften nach-