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Nachfolger, hat unverkennbar großes dramatisches Talentund weis sich auf die von ihm benutzten fremden UrschriftenEigenthumSrccht zu erwerben; seine Einbildungskraft istfruchtbar; die Zusammenstellungen sind oft hoch romantisch;in manchen Lustspielen wird die Verwickelung gut angelegt;Anordnung und Sprache erheben ihn weit über die Mei-stersang». Die Einführung der Singspiele, unter wel-chen sein Eulenspiegel eins der gelungensten, scheint ihmzugeschrieben werden zu müssen; die lyrischen Strophenderselben nehmen sich wie Volkslieder aus. Der Stoff derAyrer'schen Stücke ist aus der biblischen, römischen, teut^sehen und neueren Geschichte, aus teutschen Heldensagenund Legenden, für die Fastnachtsspiele ans Schwankenund Novellensammlungen entnommen. Nur ein Theil sei-ner Arbeiten ist in dem „Opus Istisutrlcuirr, 3o ausbün-dig schöne Tragödien und Komödien, samt 36 Posscnspie-lcu" (Nürnb. rölg. Fol.) gedruckt worden; es solltenmehre Bande nachfolgen, welche nie erschienen sind.
Opitz wirkte auf das Schauspiel nicht blos durchReinigung und Veredelung der Sprache, sondern unmit-telbar durch sorgfältige Ucbersctzungen und wenigstens durchEine Musterarbeit ein. Das gefällige Singspiel Daphneist wahrscheinlich das erste gewesen, welches eiueu Bestand-theil teutschcr Hoffeicrlichkeiteu ausmachte und die Aufmerk-samkeit der Fürsten und Vornehmen auf sich zog; es wurdezu Dresden im Riesensaale des nachher si7o>Z abgebrann-ten Schlosses, bey der Vermählung des Hessischen Land-grafen Georg mit Sophie Eleonore, Schwester des Kur-fürsten Georg's I. fim May 1627) aufgeführt und Dresdenblieb geraume Zeit ein Hauptsitz der vaterländischen dra-matischen Kunst. Diese Stadt hatte damals schon ein,späterhin 11709) zur katholischen Kapelle gewordenes