Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
Seite
53
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SZ

aus Wittenberg sgeb. «670; si. -6r3^Komedien^(Lcipz. ,607. g.) dievon allcrley Sünden",vomSchulwesen" undGraf Walther von Salütz und Gei-selden"; Nudolf's von Bel linkhaus, Boten beyden cilf Aemtern in Osnabrück lgcb. 1667; st. >645^,wenigstens stellenweise sachreiche und witzhaltigc Z7 Komö-dien, worüber das Teutsche Museum (1779 B. 2. S. >45fll.) Auskunft ertheilt; und des Eilenbnrgischcn Archidia-kouus Martin Rinkhart sgeb. i5L6; st. 1649^ ,/Eis-lebischer christlicher Ritter" (Eisleben a6>3. 3.), dessenInhalt mit dem Swift'schcn Märchen von der Tonneverwandt ist, undMüntzerischer Bauernkrieg " (Leipz.i6a5. 3.)

Im Anfange des siebenzchenten Jahrhunderts besuch-ten und durchzogen Englische Schauspieler, von den Nie-derlanden aus, Teutschland, welchen bald darauf Engli-sche Marionettenspieler gefolgt zu seyn scheinen; die er->steren wurden mit entschiedenem Bcyfalle von dem theater-lustigen Publikum aufgenommen, in großen Ehren gehal-ten und oft bey ihrer Ankunft von den städtischen Magi-straten feierlich eingeholt. Ihre, der Anlage und Ausfüh-rung nach ungleiche, von Seiten der Sprache matte undbedeurunglose, bald (1K20; NA. i63o, 3 B. 4-) ge-sammelteEnglische Komödien und Tragödien" hatten aufdie teutsche Bühne großen Einfluß; und nach ihnen scheintsich auch Jakob Ayrer, Notar und Gerichtsprocuratorin Nürnberg sst. vor a6il^ in späteren Jahren gebildet zuhaben, wie die Komödie von dem Englischen König Ed-ward III., das Fastnachtsspiel von Jann Posset und mancheÄhnlichkeiten mit den ältesten englischen Schauspielen ver-muthen lassen; die meisten seiner Stücke mögen nach 1600verfaßt worden seyn. Im Ganzen ist er H. Sachs