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2 (1819)
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lich einige Schranken sehte. Die Unterstützung der umFrcyheit kämpfenden Böhmen brachte Schlesien, nach demunglücklichen Ausgange der Schlacht auf dem weisscnBerge,in große Gefahr, welche zwar durch Vermittcluug desKurfürsien von Sachsen abgewendet wurde, aber den Ver-lust oder Verfall der ständischen Gerechtsame nach sich zog.

So hatte sich ein Theil des Adels und des höherenBürgerstandes festeres Selbstgefühl, Empfänglichkeit undAnspruch auf gesellschaftliche und geistige Bildung ange-eignet; sie gedeihet, wie auch hier bestätigt wurde, undschreitet am sichersten fort in kleineren Kreisen, unterGefahren und nothwendig gewordenen Anstrengungen-Durch Staatsverbindung, Handelsverkehr, Hof- undGcschaftsvcrhältnisse war allmählig Manches von denBewegungen und Erwerbungen des Volkes in dem seitCarl IV. hochgebildeten Böhmen auf Schlesien überge-gangen; dieses hatte an den gewaltigen Reibungen indem Zeitalter Georgs von Podjebrad und Matthias Gor-vinus Hunyad unmittelbaren Theil nehmen, viel Unge-mach dulden, mildern, abwehren müssen und, wie immerzu geschehen pfleget, in großen Leiden und Gefahren großeKräfte entwickelt. Die Religionsstrcitigkeiten, welche bepdem harten Nebeneinanderbestehen der Katholiken und Pro-testanten mehr Dauer und Lebhaftigkeit, als anderwärtshatten, schärfere Umsicht und standhafteren Muth erfo-dcrten und während der österreichischen Herrschaft folgen-reicher und drohender wurden, gaben nicht blos dem Ge-lehrten, dem Theologen und Geschäftsmann?, sondernauch selbst dem Volke vielfache Veranlassung zu ernst, tiefemNachdenken, zu fruchtbaren Betrachtungen, zur Uebungund Bewährung des frommen Gemeingeistes, zu beharr-lichen EiUschliessuugen und Bestrebungen. Die Geschäfts-