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2 (1819)
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führung in bürgerlichen und kirchlichen Verwaltungskrcisenwar zu einer ungewöhnlichen .Höhe der Fertigkeit, Ge-<wandheit und Sicherheit gesteigert worden, welche ebenso mannigfaltige Kenntnisse, als große Charakterstärkeund tüchtige Geistesbildung voraussetzte.

Und wenn auch der Schlesier Vieles de? sorgsamenBenutzung teutscher Hochschulen und dem Aufenthalte infremden Landern verdankte, so brachte er doch gewöhnlicheine reiche Borbildung von seinen vaterländischen gelehr-ten Unterrichtsanstalten mit. Mehre Schulen zeichnetensich durch regen Eifer für humanistische Studien ans; ei-nige versuchten sogar, was von Universitäten erwartetwird, zu leisten. Das herrliche Muster, was Melanchthon'sSchüler Valentin Friedland Trotzendvrf, sobenannt von seinem Geburtsorte bcy Görlitz, sgeb. -490;st. d. 26 April i5S6l, in seiner, auch Körperbildung nichtausschliessenden Schnlrcpublik zu Goldbcrg siZ2? und be-sonders »53» bis i55Zl aufgestellt hatte, war nicht ohnefruchtbar wohlthätigen Erfolg geblieben, wenn auch keineAnstalt im ganzen Umfange leistete, was einst in Gold-berg geleistet worden war. Von ruhmwürdtgem Strebennach wissenschaftlicher Gemeinnützigkeit gab der BreslauerPatrizier Thomas von Rehdigcr lgcb. »5sto; st. inCölln d. 5 Jan. »576s ein Beyspiel, welches den glänzen-den litterärischen Anstrengungen italiänischer Großen imfünfzehnten Jahrhunderte gleich stehet; er sammelte aufseinen Reisen mit großen Kosten die herrlichsten Hand-schriften, manche Alterthümer und Kunstsachen und ver-machte sie in seinem lezten Willen sv. »8 Dec. >676^ derVaterstadt zu öffentlichem Gebrauche, welcher jedoch erstlange nachher fi65sf verstattet wurde. So war inSchlesien ein Publikum vorhanden, welches für Wissen-