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1 (1818)
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gezeichnete teutsche Fürsten, gewöhnlich im Chronikenstyl,mit spärlicher Beymischnng dichterischen Schmuckes.So wurden die Thaten und Leiden Heinrichs des Löwen,Ludwigs Landgrafen von Thüringen, des Gemahls derheiligen Elisabeth, Friedrich's Herzogs von Oesterreich,Reinfried's von Braunschweig oder Nichard's Löwenherzund Leopold's von Oesterreich, Wilhelm's von Oesterreich,Friedrich's von Schwaben n. m. a. besungen. Ob dieseRcimgeschichten dem Volke anHeim fielen, ist zweifelhaft;fast scheint es, daß sie auf die engeren Gränzen einigervornehmen Familien und der Geistlichkeit und Klöster be-schrankt gewesen sind. Näheren Anthcil mag die Bür-gerwelt au den seit Anfancpdes fünfzehnten Jahrhundertshervortretenden gereimten Beschreibungen fürstlicher undstädtischer Fehden genommen haben. Alle diese Arbeiten,womit viele teutsche Bnchereyeu angefüllt sind, habenweit mehr geschichtlichen als Kunstwerth und erwartenprüfende Benutzung umsichtiger Geschichtsforscher, welcheauch zum Thcil schon Gebrauch davon gemacht haben.

Vorwaltend blieb, wie er es schon gegen Ende desdreyzehnten Jahrhunderts gewesen war, der Lehrto»oder die Spruchweishcit in Reimen. Das dichterischeVerdienst dieser Spruchreime ist zwar keinesweges hochzu stellen; ihr Inhalt selbst läßt das kaum zu; aber den-noch habe» sie viel anziehendes. Sie gefallen durch bie-dere Treuherzigkeit, durch freye, kräftige und naiveLaune, durch körnigen Ausdruck; und gewähren für Sit-teukunde und Sprachforschung reiche Ausbeute. An hand-schriftlichen Vorralhen solcher Nennwerte von größeremund kleinerem Umfange, von Ucbersctzungen und Blumen-lescu, auch manchcrley allegorischen Spielercyen isttlcbcr-fluß. Die Mehrheit derselben scheint von Geistlichen ver-