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1 (1818)
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faßt und gelesen worden zu seyn und daraus erkläret sichauch z»m Thcilc die überhandnehmende Allcgorisirsncht,welcher selbst die Minne-Regel nicht zu entgehen vcr«mochte. Als Zeichen der Zeit kann Conrad's vonAmmenhauscu eines Mönchs und Lautpric-

ftcrs zu Stein am Rhein, Schachzabelspicl oder allegori-scher Sittcnspiegel, eine moralisircnde Erklärung desdamals unter dem Adel beliebten Schachspieles, betrach-tet werden; es ist frcy nach der lateinischen Urschrift desDominikaners Jakob de Cessoles aus Rheims l-ayo)bearbeitet und staatlich bereichert. Andere Werke derArt dürfen um so mehr hier übergangen werden, weilwir sie kaum weiter als dem Namen nach kennen. Amausgezeichnetesten erscheinen die Spruchgedichte des Wie-ner Heinrich, genannt der Tcichner fvor »stoos,von welchen Docen (Miscell. B. 2.) und Grimm( in den Altt. Wäldern) Proben bekannt gemacht haben,die zu dem Wunsche berechtigen, daß von den vielen Ar-beiten des fruchtbaren Dichters mehre vollständig abge-druckt werden möchten; denn es herrschet in ihnen tüch-tiger Ernst und geistvolle Betrachtung.

Nun geschaben auch die ersten sicheren Schritte zurKunstgestaltung der Untschen Prosa; in ihr wurden ge-schichtlicher Stoff, sittlich - fromme Betrachtungen undErgebnisse der Forschung und wissenschaftlichen Steedensdem Volke näher gebracht. Die ältesten Versuche in tcut-schcr Prosa lassen sich nach zwey Haupt - Abthcilungcnordnen, wovon die eine dem gelehrten Stande, die an-dere dem Volke angehört. Zu der crsteren rechnen wir:die Ucbersetzung der Bibel aus der Vulgata, welcheMatthias von Bchaim liZstZk, Clausncr zu Halle,unternahm und handschriftlich zu Leipzig sich befindet;