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welche ihre Entstehung einzelnen Ereignissen ernster oderlustiger Art verdankten; sie waren oft Kinder des Augen-blickes un eigentlicheren Sinne, abhängig von persönlichenoder örtlichen Verhältnissen und daher einem baldigen Un-tergänge ausgesetzt. Wenige sind zerstreut vorhandenoder in Bruchstücken durch Geschichtsbücher angedeutet.Viele Volksschwänke, deren wir in jüngerer Ausbildungdes fünfzehnten Jahrhunderts gedenken werden, dürftendem Keime und der Grnndvorstellnng nach in die erstenZeiten des Meistergesanges gehören; wie das namentlichvon denen gilt, welche dem Nithart Fuchs und seinemZeitgenossen, dem Pfaffen von Kalenberg, bcygelegtwerden. — Schriftgclehrte Dichter bearbeiteten roman-tische Stoffe des Auslandes zu Erzählungen und Novellen;zu welchem BeHufe besonders die schon oben erwähnteSammlung, die Geschichten der Römer, fleißig benutztworden zu scyn scheint; die meisten Denkmäler der Art sindnoch ungedruckt. Die Geschichte Alerandcrs des Großenwurde von Ulrich von Eschenbach j i3oo;, nach derlateinischen Urschrift Philipp Gnaltcr's, Domprob-stcs zu Lille ist. 1201 l, und späterhin von Seifricdsl. >35o?j dargestellt; vom Bücheler l-siooz wurdendie Abentheuer einer Königstochter von Frankreich; umdieselbe Zeit durch Heinrich von der Neuen st adtzu Wien die ritterlich gestaltete Wnndcrgcschichte desApollonias von Tyrlandt, nach französischen Quellen be-arbeitet; alle diese Schriften sind späterhin in Prosa auf-gelöst zu Volksbüchern geworden. Rein-geschichtlicheReimerepen waren in den ersten Jahrzehnten des vier-zehnten Jahrhunderts eben so zahlreich vorhanden, wieweiland ritterliche Heldengedichte; sie erneuerten die Er-innerung an berühmte, durch merkwürdige Schiksale aus-