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1 (1818)
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A ch t e V o r l e s li n g.

Erzählungen. Fabeln. Lehrgedichte und Sittcnspruche.Rückblick auf den Gesummt-Ertrag des Zeitraumes.

Neben herzinniger lyrischer Empfindung und Begeiste-rung, so wie neben höheren epischen Bestrebungen,dauerte die ältere kirchliche, mcbr reimende als dichteri-sche Thätigkeit fort. Von dieser Art waren Umschrei-bungen der Bibel, heiliger und kirchlicher Geschichtenund frommer Ueberlieferungen. Einer solchen Arbeitdes Rudolf von Ems ist schon oben gedacht worden;noch älter ist die handschriftlich zu Mcrgenthcim auf-bewahrte gereimte, mit eingemischten heidnischen Sagenund Bildern verbrämte Bibelumschreibnng, welche eingewisser Muck auf Veranlassung des Hochmeisters Con-rad, Landgrafen von Thüringen (st. verfertigtund Heller von Marburg fortgesetzt hat; mehresolche Denkmaler sind in Klöster-Büchereien vorhandengewesen und jezt meist in größere Handschriften - Vor-rathe übergegangen; für Sprachforscher haben sie Werth;auch können Folgerungen über Kenntnisse und Vorstellun-gen des damaligen Gelehrtenstandes daraus abgeleitetwerden; zur Erweiterung ver dichterischen Kunstge-schichte des Vaterlandes leisten sie geringere Beyhülfe.Aus gleichem Gesichtspuncte sind die, späterhin zu kaumübersehbarer Menge angewachsenen, zum Theile auch fürVermehrung und Sicherstellung geschichtlichen Stoffesbenutzten, geschichtlichen Reimereyen zu betrachten. Zuden frühesten und mehrseitig schätzbarsten Arbeiten derArt gehören die des Johann Ennenkel aus Wiensst. lsLo.s, bestehend in einem (zu Linz, am richtigsten