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tete sich in Gemäsheit der Empfänglichkeit nnd des Be-dürfnisses; oft mußte es der Wirklichkeit weichen; undwurde diese verschleiert, so geschah es durch Allegorie,welche oft einziges Malzeichen höherer Kunstbcstrcbnngwar und späterhin vielfach in Spiclcrcy ausartete. Vondem, was in früherem Dichterleben mit warmem Gefühlaufgefaßt und dargestellt worden war, ging nichts inStoff und Kunstgestalt ganz verlohren; es erstand selbstnach Jahrhunderten zu verjüngtem Daseyn und begannin der Welt der Vorstellungen seinen Kreislauf von neuem.
Am gleichsten blieb sich mehre Menschenaltcr hindurchdie Lieder-Poesie; sie bewegte sich wie sonst um den Mit-telpunkt der Liebe und Verehrung der Frauen; Wächterwarnten die allzu lange kosenden Liebenden; in anderenGesängen wurde Sehnsucht der Getreuen, Liebesdank,Entbehrung und Trennuugsschmerz ausgedrückt. DasEigenthümliche der Darstellung wird oft blos in schärfe-rer Genauigkeit bey Einzelnheiten bemerkbar; hie und dabricht ein Zug minderer Feinheit der gesellschaftlichenBildung oder nachlässigeren Ausdruckes hervor. Außermehren der oben genannten Dichter behaupten viele mitvollem Rechte eine Ehrcnstclle neben den beliebtesten Min-nesängern; so Heinrich von Muglein, Präger Doc-tor der Theologie, Verteutscher deö Valerius MarimuslrZögz, Urheber des langen Tons, des ersten von denvier gekrönten Tönen des meisterlichen Horts; so derlieblich milde Muscatblut jistoo.1 ; der zartsinnigeOesterreichcr Peter Suchenwirth li4>4j, dem auchdie Erzählung nicht mislang; der wackere Tproler Os-wald von Wolken stein lst. »449j, dessen Lieder-sammlung mit gleichzeitigen Sangweisen, zu Wien hand-schriftlich aufbewahrt wird und gewiß vor vielen änderest