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1 (1818)
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verdient, an das Licht gezogen zu werden; und so nochandere, die uns durch ihre gcmüthvolle Ergicßungcn liebsind, wenn auch ihre Namen verborgen bleiben. DieVolks- und Handwcrkslieder ziehen durch Treuherzigkeitund einfache Derbheit, viele durch drolligen Scherz undSpott, oder durch leichtfertige Lustigkeit an. GegenEnde des vierzehnten Jahrhunderts beginnt die Blütheder lyrischen Dichtkunst zu welken; im fünfzehnten nimmtallegorisches Unwesen überhand. Die tcutschen Kirchen-lieder dieses Zeitalters, Conrads von QucinfurtIst. iZ82Z, zulczt Pfarrers zu Löwenberg; eine Bcrteut-schung des Ambrosianischen Lobgcsanges fvon >38gZ;Buchsbaum's Passionslieder f1420z; des HnssitcnPeter's von Dresden fst. 1440z lateinisch-tcutschesGemcngsel u. m. a. sind für Sprachforscher nicht gleich-gültig, an dichterischem Gefühle und Streben gering-haltig.

Viele Lieder beziehen sich auf alte ritterliche Aben-theuer und epische Sagen und es scheinen solche Andeu-tungen und Ausspielungen als Kennzeichen dichterischerSchriftgclchrsamkeit betrachtet und geliebt worden zuseyn. Manche nahmen einen schon früher z. B. in demtrcflichen alten Liedc von Meister Hildebrand, in vicrrci-uiiger Strophe, vom König Anthyr u. s. w. angestimm-ten Balladen-Ton au und dieser gelang nicht blos demMeister Frauen lob, dessenAllgast der wollten rei-ten" (in Gräter's Vragur B. 2. S. 3Z>.) als Vor-bild dienen konnte, sondern auch vielen Meistcrsängernder späteren Zeit; und so erhielten sich, wie es scheintvorzüglich in Augsburg und Strasburg, Bruchstücke ausepischen Rittersagen, kamen bald in allen tcutschen Mund-arten unter dem Volke in Umlauf und vertraten gewisser--