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Klingsohr kämpfet gegen desOfterdingers Wider-sacher, fast ausschließlich gegen den ebenfalls gelehrtenWolfram von Eschcnbach, in fast morgenländi-schem Style, mit Weissagungen und Näthseln, führetauch einen, mit bitteren Angriffen auf die Geistlichkeitnicht sparsamen bösen Geist Nasian redend ein nnd ent-scheidet zulezt zu Gunsten Heinrichs von Oster-bt »gen. Ueber das seltsame Ereigniß mögen mancher-lcy dichterische Sagen in Umlauf gekommen, mehrfachausgeschmücket und gedeutet worden seyn, wie schon ausder doppelten Gestalt zu schließen ist, in welcher dieManeßes che Sammlung und eine Jenaer HandschriftdieBeschreibung desselben aufbewahrt haben; aber sie hatdurch Mischung des Lyrischen, Didaktischen und Saty-rischen einen eigcnthümlichen Reiz, leget einen Schatzungewöhnlicher Kenntniße aus und giebt gehaltvolle Winkeüber Denkart und Sitten der damaligen Zeit. — In derMitte des dreyzehnten Jahrhunderts vermehret sich dasmuntere Gedränge der Dichterschaar; neben dem einfachenund spielenden, zärtlichtiefen und edel-leidenschaftlichenHeinrich von Morungen, dem geistreichen Hilt-bolt von Schwanegö, den kunsterfahrnen, ernsten,sinnvollen Hardegger, Bruder Werner, MeisterKelyn, Göli, zeichnen sich viele andere durch anmu-thige Lieder aus. Hohe dichterische Bildung und sittlicheGemächlichkeit, Eigcnthümlichkeit der Ansicht und frommeSelbstbetrachtung sprechen sich in den Gesängen Gott-fried's von Strasburg aus, von dem auch ein aus-führlicher Lobgesang auf die heilige Jungfrau vorhandenist; und doch stehen diese lyrische Erzcugniße dem, waser für das ritterliche Epos geleistet hat, weit nach. —Ulrich von Lichtenstein lst- d. 22 März 1272),