50
gen entweder in den Verzeichnißen der schwäbischen Dich-ter oder werden in den Dichterwerken der Zeit erwähnt;die gefeiertesten Sänger, wie Wolfram von Eschen-bach, Heinrich von Oferdingen, Walth er von derBogelweide, lebten hänsig an diesem Hofe, welchen derDichterkricg ans der Wartburg allein schon zu verewigenvermöchte. Aehnliches Verdienst erwarben sich der Heu-nebergische Hof, der österreichische, steyermarkischc undandere; die Grafen Otto von Bodenlaube d. h. Hcnue-berg ist. 12541 und Friedrich von Leiningcn »289)nehmen keine der letzten Stellen unter den Dichtern ihrerZeit ein; und so werden der gefühlvolle Markgraf vonBrandenburg Otto IV mit dem Pfeile ist. iZoLz,Wenzel, König von Böheim, ist. i2ZZz, der zartsin-nige Heinrich IV Herzog von Breslau ist. »2991 undJohann Herzog von Brabant ist. 1294z mit verdienterAuszeichnung genannt.
So viel nun auch in der Erscheinung dieses vater-ländischen dichterischen Lebens, besonders wenn auf An-regung und äußere Kunstgestaltung desselben gesehen wird,dem Auslande zu verdanken ist; so volksthümlich zeigetsie sich ihrem Inneren und dem Umfange des felbstgewähl-ten Kreises nach, in welchem sie sich beweget. Das Be-dürfniß solcher geistiger Beschäftigung, die Neigungund Kraft, es zu befriedigen, die Regsamkeit des Ein-bildnngsvermögens mußten vorhanden seyn , wenn fremdeMuster eine so fruchtbare Nacheifernng erwecken sollten;und die Sprache, das Werkzeug zum Ausdrucke dieserBestrebungen, mußte hiezu geeignet seyn, wenn nichtalles Mühen trostlos an ihr scheitern sollte. Die Grund-bedingung dieses jugendlich-frischen dichterischen Kunst-lebenö lag in der Volkseigenthümlichkeit; was sie darbot,