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1 (1818)
Entstehung
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des provenzalischen Ritterkrciscs muß wundersam aufFriedrichs Umgebung gewirkt haben; gewonnen fürschöpferisch-regsame Thätigkeit der mit lieblichen Bildernund mit Kunstgcfühl befruchteten Einbildungskraft zogsie in die Heimath zurück und bald ertönte am kaiserlichenHosiagcr und auf vielen Burgen der Großen der tcutscheMiunegesang. Ihm huldigten mit begeisterter Liebe diegcist- und ruhmvollen Obcrfürsten Teutschlands aus demhohcnstaufischen Hause, der in Machtbcstrebuugeu glück-liche Heinrich VI, der hochherzige Friedrich II,und Conrad IV, verfolgt von des wankelmüthigeuSchiksals Launen; auch der lezte Sprößling des herrlichenStammes, der auf dem Blutgerüste schmachvoll »2631endende Conrad in war der Leier mächtig; sie habenden Dichtergeift der teutschcn Ritterwelt beschützt undgefördert; ein Mcnschenalter nach ihnen verhallte seinNachklang.

Diese ritterliche Dichtkunst führet nach altem Herkom-men den Namen der Schwäbischen, weil das Kaiserhaus,unter dem und durch dessen folgenreiche Mitwirkung sieanfblühete, aus Schwaben abstammte und weil die Mund-art, in der von bey weitem den meisten Dichtern gesun-gen wurde, die am hohcnstaufischen Hoflagcr herrschendeveredelte schwäbische war; auch sind viele geachtete Min-nesänger schwäbischer und schweizerischer Abkunft; baldverbreitete sie sich über fast ganz Teutschland. Vor allenanderen Höfen zeichnete sich der Thüringische durch Kunst-pflegc und wetteifernde dichterische Betriebsamkeit ans;Landgraf 5) e r m a n n f st. -228^ und seine GemahlinSophie, seine Schwiegersöhne H e in r i ch der Fette,Herzog von Anhalt und Heinrich, Markgraf vonMeissen, seine Dieustlcute, Schreiber und Caplane pran-Wachler'S Borlesungen ir Th. 4