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Bekenntnisse
Entstehung
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416
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416 > A. Augustinus Bekenntnisse.

müssen, ist der Abgrund der Welt, und die Blind-heit des Fleisches, in welcher Gedachtes nicht gesehenwerden kann, daher es nöthig ist, in den Ohren zuertönen. Wie sehr also auch das Gevögel aufErden sich vermehrt, so nahm es doch seinen Ur-sprung aus den Gewässern. Es urthcilt ferner dergeistige Mensch, billigend, was er recht, mißbilligend,was er unrecht findet an den Werken und Sitten derGläubigen, an den Allmosen der gleichsam fruchtbrin-genden Erde; auch über lebendige Seelen, deren Re-gungen bezähmt wurden durch Sanftmuth, Keuschheit,Fasten und sromme Gedanken; so wie über solcheDinge, die mit körperlichen Sinnen wahrgenommenwerden. Denn darüber, heißt es, sollen wir urtheilen,worüber wir auch die Macht haben, zu bessern.

Doch was ist dies, und welch ein Geheimniß ist es?Sieh, du segnest die Menschen, Herr! auf daßsie wachsen und sich vermehren, und die Erdeerfüllen. Deutest du hiedurch uns nicht an, daßwir in etwa erkennen, warum du nicht eben so dasLicht gesegnet hast, welches du Tag nanntest, noch dasFirmament des Himmels, noch die Himmelslichter, dieSterne, die Erde, das Meer? Sagen würde ich, unserGott! der du uns nach deinem Ebenbiloe erschaffenhast, sagen würd ich, du habest diese Gabe des Se-gens dem Menschen eigeiuhümlich spenden wollen,hättest du nicht ebenso die Fische und Wallfische ge-segnet, daß sie wüchsen und sich mehrten, und dieGewässer des Meeres erfülleten; und die Vögel, daßsie sich auf Erden vermehren sollten. Sagen würde