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Bekenntnisse
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386
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386 A. Augustinus Bekenntnisse.

nicht, daß ich dich verehren solle, wie ein irdisches Ge-bilde, so daß du, verehre ich dich nicht, unverehrtwärest; sondern daß ich dir diene, und dich verehre,damit durch dich, von welchem ich ein Wesen bin, demwohl sein kann, es mir wohl werde.

Aus der Fülle deiner Güte besteht nämlich deineSchöpfung, damit das Gute, obwohl es dir nichtsnutzen, und, obgleich von dir, dir nicht gleich seinkonnte, dennoch, da es durch dich werden konnte, nichtfehlte. Denn welches Verdienst hatten Himmel undErde um dich, die du im Anfange machtest? Sagen,womit sie es verdient, mögen die geistigen und kör-perlichen Geschöpfe, welcke du in deiner Weisheitmachtest, daß sie auch angefangen und ungestaltet nachihrer Art, geistig oder körperlich von ihr abhingen,und zur Anordnung und höchsten Unahnlichkeit mitdir zielten, (das geistige Gestaltlose vorzüglicher, alswenn es ein gestalteter Körper wäre, das körperlicheGestaltlose vorzüglicher, als wenn es ganz und garnichts wäre), und also in deinem Worte gestaltet fort-bestanden wären, wären sie nicht durch dasselbe Wortzu deiner Einheit zurückgerufen, und gestaltet, aufdaß alle Dinge durch dich, das einzige und höchsteGut, sehr gut würden. Wie hatten sie es um dichverdient, auch nur gestaltlos zu werden, die sogar diesnicht wären, waren sie es nicht durch dich?

Wie hat der körperliche Stoff es um dich verdient,daß er wenigstens unsichtbar und ungeordnetwürde? Denn er würde ja selbst dieses nicht sein, hattestdu ihn nicht gemacht; und weil er nicht war, konnte er