Zwölftes Buch.
nicht verschweigt. Denn welche dieses leugnen, mögenbellen, so viel sie wollen, und sich selbst betäuben; ichwill sie zu überreden suchen, damit sie schweigen unddeinem Worte zu sich einen Weg gestatten. Wollensie dieses aber nicht, und stoßen mich ab, so beschwöreich dich, mein Gott — schweige du nicht vor mir.Rede du wahrhaft in meinem Herzen; denn nur duallein redest so, und hinausgehen lassen will ich sie,daß sie in den Staub blasen, und sich Sand in dieAugen streuen. Eingehen will ich in mein Kammer-lein und dir Lieder der Liebe singen, seufzend auf mei-ner Pilgerfahrt unaussprechliche Seufzer, gedenkendJerusalems mit einem zu ihm emporgehobenen Herzen,Jerusalems, meiner Heimath! Jerusalems, meiner Mut-ter! und Deiner, ihres Beherrschers, Erleuchters, Vaters,Beschützers, Gemahls; ihrer keuschen und machtigenWonnen, ihrer dauerhaften Freuden, aller ihrer unaus-sprechlichen Güter, — aller zugleich und insgesammt;weil es nur Ein höchstes und wahres Gut gibt. Undnicht ablassen will ich, bis du Gott, mein Erbarmer,mich — ganz wie ich bin — in dem Frieden diesergeliebtesten Mutter, bei welcher meines Geistes Erstlingesind, wodurch mir dieses zur Gewißheit wird, sammelstaus dieser Zerstreuung und Ungestalt, und mich aufewig bildest und festigest. Mit solchen aber, welcheAlles das, was wahr ist, nicht falsch zu sein behaupten,indem sie mit uns jene deine durch den heiligen Mop-ses herausgegebene heilige Schrift verehren, und sieauf den Gipfel des höchsten zu befolgenden Ansehensstellen, aber doch uns in etwa widersprechen — rede
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