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Bekenntnisse
Entstehung
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354
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354 A. Augustinus Bekenntnisse.

enden, weil du immer derselbe bist? Hieraus mögedie Seele, welche es vermag, erkennen, wie weit vorallen Zeiten du ewig bist, wenn sogar deine Wohnung,welche nicht entfremdet geworden, obgleich dir nichtglcichcwig, doch durch ihre unaufhörliche und unablä-ssige Vereinigung mit dir keinen Wechsel der Zeitenerleidet. Vor deinem Angesichte leuchtet mir dieses ein;und möge es, ich bitte dich, mir immer mehr einleuch-ten, unv bei dieser Offenbarung ich demüthigcr unterdeinen Flügeln verweilen! Sieh', ich weiß nicht, wasdoch für Ungestaltetes bei diesen Veränderungen derletzten und untersten Dinge sich vorfinde; und werwird es mir sagen, als nur der, welcher in der Leereseines Herzens umher schweift, und mit seinen eitlenTraumereien sich verliert. Wer anders, als nur einsolcher, könnte mir sagen, daß, wenn nach Verminde-rung und ganzlichem Aufhören aller Gestalt nur dieUngestalt zurückblicke, durch welche ein Ding von Ge-stalt zu Gestalt sich veränderte und drehte, man einenZcitenwcchsel darstellen könne. Aber dieses kann niegeschehen, weil ohne verschiedenartige Bewegungen eskeine Zeit gibt, und, wo keine Gestalt, auch keine Ver-schiedenheit ist.

Betrachte ich dieses, mein Gott, in sofern du esmir verleihest, zum Anklopfen spornst, und dem An-klopfenden öffnest, so sind' ick ein Zweifaches, was duohne Zeiten machtest, obwohl beides dir nicht glcich-cwig ist: das Eine, was so gestaltet ist, daß es ohn'irgend einen Mangel der Betrachtung, ohn' irgendeine Zwischenzeit der Veränderung, obwohl verander-