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Bekenntnisse
Entstehung
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343
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Eilftes Buch.

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Zeiten dir gleich ewig sein, auch kein Geschöpf mögees auch vor den Zeiten gewesen sein.

Herr, mein Gott! Wie groß ist die Tiefe deinerGeheimnisse, und wie weit haben mich die Folgenmeiner Sünden von ihnen entfernt! Heile meineAugen, auf daß ich mich mitfreue über dein Liebt.Wahrlich, wenn ein Geist mit solchem Wissen undWorhcrwissen begabt ist, daß ihm alles Bergangeneund Zukünftige so bekannt ist, wie mir ein sehr be-kanntes Lied; so ist dieser Geist allerdings bewun-dernswürdig, und zum Schaudern anstaunenswerth,da ihm eben wenig verborgen ist, welche Jahrhundertevollbracbt, und welche noch übrig sind, als mir, wennich das Lied singe, verborgen ist, was und wievielvom Anfang schon abgegangen, und was und wievielbis zum Schlüsse noch übrig sei. Doch fern sei's, daßdu Scköpfer des All's, Schöpfer der Seelen und Lei-ber! fern sei's, daß du auf diese Art alles Künftigeund Vergangene wissen solltest. Weit, weit wunder-barer, weit geheimnißooller weißt du es. Denn nicht,wie die Stimmung von einem, der bekanntes singtoder ein bekanntes Lied hört, durch die Erwartung andie künftigen und das Andenken an die vergangenenWorte geändert und der Sinn gespannt wird, istdieses auch bei dir dem unveränderlich Ewigen, d. i.dem in Wahrheit ewigen Schöpfer der Geister, derFall. Denn gleichwie du im Anfange Himmel undErde ohne Veränderung deiner Kcnntniß gekannt, sohast du auch im Anfange Himmel und Erde ohneÄnderung deines Wirkens gemacht. Wer dieses ver-