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Bekenntnisse
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322
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322 A. Augustinus Bekenntnisse.

es nicht sein wird, so daß wir mit Recht nicht sagenkönnen, es sei eine Zeit, außer weil sie zum Nicht-sein hinstrebt.

Und doch sagen wir eine lange Zeit und einekurze Zeit; aber so sagen wir nur von der vergange-nen oder künftigen Zeit. Eine lange vergangene Zeitnennen wir z B. die vor hundert Jahren, eine langekünftige Zeit die über hundert Jahre; eben so einekurze vergangene Zeit, die vor zehn Tagen; eine kurzekünftige Zeit, die nach zehn Tagen. Aber auf welcheWeise ist das lang oder kurz, was nicht ist? Denndas Vergangene ist nicht mehr, und das Künftige istnoch nicht. Laß uns daher nicht sagen: es ist lange;sondern vom Vergangenen: es ist lange gewesen, undvom Künftigen: es wird lang sein.

Herr mein Gott, mein Licht! Wird aber auchnicht hier deine Wahrheit den Menschen verlachen?Denn die, welche eine langvergangene Zeit war,war sie lang, als sie schon vergangen, oder warsie lang, als sie noch gegenwärtig war? Denn dakonnte sie lang sein, als etwas war, was langwar. Das Vergangene aber war nicht mehr, und !daher konnte auch nicht lang sein, was überhauptnicht war. Laß uns daher nicht sagen: Langwar die vergangene Zeit; denn wir werden nicht fin-den, was lang gewesen; weil, seitdem es vergangen,es nicht ist; sondern laß uns sagen: Lange war jenegegenwartige Zeit; weil sie, als sie gegenwartig war,lang war. Denn sie war nicht vergangen, so daß sienicht mehr war, und deswegen war Etwas, das lang