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Bekenntnisse
Entstehung
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312
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312 A. Augustinus Bekenntnisse.

Wahres sagte, dich Wahrheit, mein Gott, schonemeiner Sünden! und der du jenem deinem Diener ver-liehen, dieses zu sagen, verleih' auch mir, dieses zu verste-hen. Sieh, Himmel und Erde sind! sie rufen, daß siegemacht sind: denn sie werden verwandelt und ver-ändert. Alles aber, was nicht gemacht ist, und dochist, an diesem ist nichts, was vorher nicht war: wasverwandelt und verändert werden könnte. Sie rufenauch, daß sie sich selbst nicht gemacht: wir sind des-halb, weil wir gemacht sind; wir waren also nichtvor unserm Seyn, so daß wir durch uns selbst hatten wer-den können. Und der Rufenden Stimme ist die Klarheitselbst. Du also Herr, der du schön bist (denn sie sindschön), der du gut bist (denn sie sind gut), der du bist(denn sie sind), du hast sie gemacht. Doch sie sind nichtso schön, nicht so gut, sie sind nicht, wie du ihr Schö-pfer, mit welchem verglichen, sie weder gut, noch schönsind, ja gar nicht sind. Dieses wissen wir, Dank dir!Doch ist unsere Wissenschaft mit der deinigen verglichenUnkunde.

Wie aber hast du den Himmel und die Erde ge-macht? und welche waren die Werkzeuge bei deinemso großartigen Baue? Denn nicht machtest du sie,wie ein menschlicher Künstler, bildend einen Körperaus einem Körper nach Gutdünken seiner Seele, welchedemselben jede Gestalt, die sie in sich selbst mit dem in-ner» Auge erblickt, beizulegen vermag. Und wohervermögte sie dieses, als nur weil du sie gemacht!Und sie legt die Gestalt bei einem bereits Bestehenden,was im Besitz des Daseins ist, als Erde oder Stein