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Bekenntnisse
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221
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Neuntes Buch.

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meine Stimme, wann, gewandt zu uns, dein guterGeist zu uns spricht: Kinder der Menschen, wie laugenoch verstocktes Herzens? Wie liebt ihr Eitelkeit undsucht Lügen? Denn ich hatte Eitelkeit geliebt, und Lügengesucht! Und du, Herr, hattest schon deinen Heiligen ver-herrlicht, ihn erweckend von den Tobten, und hinstellendzu deiner Rechten, daß er von der Höhe herabsende seinVersprechen, den Tröster, den Geist der Wahrheit: undschon hatt' er ihn gesandt, aber ich wüßt' es nicht. Er hatihn gesandt, weil er schon verherrlicht war, auferstandvon den Tobten, und auffuhr gen Himmel. Vorher aberwar der Geist noch nicht verlieh», weil Jesus noch nichtverherrlicht war. Und es ruft der Prophet: Wie langenoch verstocktes Herzens? Wie liebt ihr Eitelkeit undsucht Lügen? Wißt, daß der Herr seinen Heiligenverherrlicht habe! Wie lange? ruft er; wißt! ruft er:und ich, so lang unwissend, liebte Eitelkeit und suchteLügen. Und deßhalb hört' ich und schauderte, da mirdiese Worte das vorwarfen, was ich gewesen zu seinmir bewußt war. Denn in den Gebilden, die ich fürWahrheit gehalten hatte, war Eitelkeit und Lüge.Und manchen Ton stieß ich hervor, ernst und stark, inden Schmerzen meiner Erinnerung. Hatten sie esdoch gehört, die bis jetzt noch Eitelkeit lieben undLügen suchen! Vielleicht waren sie schamroth gewor-den, und hatten jenes ausgespien, und du erhörtest siewenn sie riefen zu dir; denn eines wahren Todes desFleisches ist der gestorben, der bei dir uns fürspricht.

Ich las: Zürnt und sündiget nicht! Und wie ichbewegt ward, mein Gott, da ich schon gelernt hatte,