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Bekenntnisse
Entstehung
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183
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Achtes Buch. 183

leuchtete deine Gnad' in ihm. Auch hatt' ich gehört,daß er von Jugend an auf's redlichste Dir gelebt hatte.Nun aber war er alt geworden, und es schien mir,er müßt' in den vielen Jahren, wahrend denen er mitso frommem Fleiße deinem Wege folgte, vieles erfah-ren, vieles gelernt haben: und wirklich war es so.Ich wünschte daher, ihm mein Anliegen mitzutheilen,und von ihm zu erfahren, was meinem Zustande ge-mäß das rathlichste war', um auf deinem Wege zuwandeln. Denn voll von Menschen war deine Kirche,aber der eine hielt diesen, der andre jenen Weg.Mir aber mißfiel meine Lebensweis' auf dieser Welt,und sehr zur Last war sie mir, da nicht mehr eitleBegierden, wie zuvor, Sucht nach Ehr' und Reichthummich anfeuerten, diese schwere Sclaverei zu ertragen.Denn jene gefielen mir nicht mehr, da ich deine Sü-ßigkeit kannte, und die Schönheit deines Hauses liebte,aber noch immer hing ich an einem Weibe; auch ver-bot mir ja der Apostel Verehligung nicht, obwohl erzu besserem ermahnt, eifrig wünschend, daß alle Men-schen waren, wie er war. Aber ich Schwächerer er-wählte weichlicheres Leben, und wegen dieses Einenwalzt' ich mich im Übrigen umher, kraftlos und ver-welkelnd in nagender Sorge, weil das Eheleben, demich noch so sehr ergeben war, mich auch Dingen michanzuschicken zwang, die ich nicht ertragen wollte. Ausdem Munde der Wahrheit halt' ich gehört, Verschnit-tene gab' es, die es durch sich selbst wurden um desHimmelreichs willen. Aber, wird hinzusetzt, der dasfassen kann, saß' es. Eitel sind sicher alle Menschen,