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Bekenntnisse
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160
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160 A. Augustinus Bekenntnisse.

Jünglinge von trefflicher Sinnesart, wovon erstrer mitHeftigkeit behauptete, dieser aber, obwohl mit einigemZweifeln, oft mir sagt', es gäbe keine solche Kunst,die Zukunft vorauszusehen; oft aber trafen der Men-schen Muthmaßungen mit dem Zufalle zusammen, undLinter dem vielen Sagen würde manches Künftige vor-hcrgesagt, wahrend sie selbst davon nichts wüßten,sondern bloß durch vieles Sprechen es trafen.

Du sandtest also einen meiner Freunde, der zwarzuweilen die Mathematiker um Rath fragt', und, ob-wohl er ihrer Wissenschaft wenig verstand, doch ausNeugier, wie gesagt, sie um Rath fragte, und derdennoch etwas wußte was er von seinem Vater ge-hört zu haben sagt', aber nicht wußte, wie sehr diesjenen Glauben umstürzte. Als demnach dieser Mann,mit Namen Firminus, liberal erzogen, und von feinemUmgang, mich fragte als seiner Vertrautesten Einen,was mir von gewissen feiner Angelegenheiten, woraufseine zeitliche Hoffnung geheftet war, gemäß seinerKonstellation dünkte; ich aber, allmahlig schon zu Ne-bridius Meinung hierin mich neigend, zwar nicht michweigerte, zu deuten unb zu sagen, wies mir vorkam,doch bemerkte, daß ich schier überzeugt wäre, daß Al-les wäre lacherlich und eitel: da erzahlt' er mir, daßderlei Bücher sein Vater leidenschaftlich geliebt, undeinen Freund gehabt hätte, den eben dieselbe Neigungtrieb; und daß beide mit vereintem Eifer für jenePossen brannten in dem Feuer ihres Herzens: so daßsie sogar bei den Thieren ihres Hauses den Augen-blick der Geburt bemerkten, dabei auf die Stellung der