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Bekenntnisse
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136 A. Augustinus Bekenntnisse.

die er für wahr und aufrichtig hielt: aber sie war trü-gend und verführerisch, bestrickend köstliche Seelen, dieder Tugend erhabne Gründung nicht zu durchschauenwissen, und leicht durch die Außenseite getauscht wer-den, durch die Außenseite nachgeahmter erheuchelterTugend.

Auch verließ er den irdischen Weg nicht, den dieEltern ihm vorgepriesen hatten, und ging nach Ron,voraus, um das Recht zu erlernen; und hier riß ihnunbegreifliche Lust an Fechterspielen auf sonderbare Artdahin. Denn ihn, welcher vor derlei Ekel empfandund Abscheu, führten einige seiner Freund' und Mit-schüler, denen er als sie vom Mittagsmahle kamen,begegnete, mit freundschaftlicher Gewalt, so sehr er sichsträubte, ins Amphitheater am Tag eines solchen grau-samen mörderischen Spiels. Er sprach: Wann ihrmeinen Leib nach jener Stelle schleppt, und ihn dorthinstellt, könnt ihr alsdann auch meinen Geist undmeine Augen auf das Schauspiel wenden? Abwesendwerd' ich da sein, und so euch und dem Schauspieletrotzen. Jene hörtcn's, und führten ihn nichtsdesto-weniger mit sich fort, auch vielleicht schon darauf neu-gierig, ob er seinen Vorsatz ausführen könnte. Als sieankamen, mietheten sie Platze, so gut si'e's permochtcn;und rings glühete Alles in blutdürstiger Lust. Jeneraber schloß die Pforten seiner Augen, und verbot sei-nem Geiste, Theil zu nehmen an solchem Bösen.Doch ach! hatt' er auch die Ohren verstopft! Dennals einer der Kampfer stürzt', und unendliches Geschreides Volks erscholl, überwand der Vorwitz ihn, und