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Bekenntnisse
Entstehung
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128
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128 A. Augustinus Bekenntnisse.

erschienen, und ich deine Heiligen beschuldigte, alsWenn sie also dachten: wirklich aber dachten sie nichtalso. Und sroh hört' ichs, wann Ambrosius oft inseinen Reden sagte zum Volk, und aufs dringendsteals Regel empfahl: Der Buchstabe tödtet, aber derGeist macht lebendig! Was nach dem BuchstabenVerkehrtheit zu sein schien, enthüllt' er vom geheim-nißvollen Schleier, und erklart' es nach dem Geist,und sagte nichts, was mir anstößig, obwohl er solchessagte, von dessen Wahrheit ich noch nicht überzeugtwar. Denn ich hielt mein Herz zurück vor allemWeifall, irre zu gehen fürchtend: und mich brachte dasHinschwanken noch mehr in Irre. Denn ich wolltedessen, was ich nicht sah, so gewiß werden, wie ichgewiß war, daß drei und sieben zehn sind. Denn sounsinnig war ich nicht, zu glauben, auch dies könntenicht einmal begriffen werden: aber deutlich wie dieswollt' ich auch das Übrige begreifen, seis etwas Kör-perliches, das meinen Sinnen nicht gegenwartig war',oder etwas Geistiges, worüber ich anderes als Kör-perliches zu denken nicht vermochte. Und ich war ge-heilt, sobgld ich glaubte, und gereinigt die Scharfemeines Geistes gerichtet ward auf deine immerblei-bende nirgendermangelnde Wahrheit. Aber wie es zugeschehen pflegt, daß man nach einem schlechten Arztesich scheut, einem guten sich anzuvertrauen, so warsmit der Krankheit meiner Seele, die nicht anders alsdurch Glauben geheilt werden konnte, und, um nichtfalsch zu glauben, die Heilung ausschlug, und deinenHänden widerstand, der du die Arznei des Glaubens