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Bekenntnisse
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82
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82 A. Augustinus Bekenntnisse.

findet, so lange sie selbst bleibt. Siehe! Jenes ver-geht, auf daß Anderes folg', und aus allen seinenTheilen das Gesammte hienieden bestehe. Vergeh' ichirgendwo? spricht das Wort Gottes. In ihm sei deinestate Wohnung; ihm vertrau an, was du von ihmhast, durch Tauschungen ermüdete Seele! Der Wahr-heit vertrau an, was in dir ist von der Wahrheit,und nichts wirst du verlieren; und wieeer aufblühnwirst du aus deiner Vcrderbniß, und geheilt werdenvon aller deiner Erschlaffung, und was an dir ver-loren ist, wird ersetzt und erneut, und innig wiederzu dir vereint werden; und es wird nicht wieder vondir weichen, sondern bei dir staudig sein und bleiben,wie Gott immer standig ist und bleibt. Wie folgstdu Verkehrte deinem Fleische? Dieses, bekehrt, folgeDir! Was du durch das Fleisch fühlst, sind Theile,und du erkennst das Ganze nicht, dessen Theile siesind: und doch erfreuen sie dich. Aber wenn dasGanze zu umfassen tauglich wäre der Sinn deinesFleisches, und dieser nicht selbst nur für Theile desGanzen mit Recht beschrankt zu deiner Strafe; sowürdest du doch wollen, daß alles in der GegenwartDaseiende vorüberging', auf daß Alles, dir größernGenuß schaffte. Denn auch was wir reden, hörst dudurch jenen Sinn des Fleisches: und du willst ja nicht,daß die Sylben bleiben, sondern daß sie vorbeifliegen,auf daß andre kommen, und du das Ganze verneh-mest. So ist alles, woraus etwas besteht: nicht zu-gleich ist Alles da, woraus es besteht. Mefl)r erfreutAlles, als das Einzelne, wenn Alles empfunden wer-