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Bekenntnisse
Entstehung
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70
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70 A. Augustinus Bekenntnisse.

ließ mich ich weiß nicht welcher Wahrsager fragen,wie viel ich gäbe, daß ich siegte: und ich antwortete,derlei schandliche Geheimnisse verabscheuend und ver-fluchend, daß ich, wenn auch ein ewig goldner Kranzmein Lohn wäre, doch keine Fliege für meinen Siegtödten lassen würde. Denn Thiere wollt' er bei seinenOpfern tödten, und er schien mir zu jener Ehre dieBeihülfe des Teufels zu versprechen. Aber dies Böseverschmäht' ich nicht aus Liebe zu dir, Gott meinesHerzens: denn ich wußte nicht zu lieben; bloß Kör-perglanz zu lieben wüßt' ich. Denn die Seele, diesolchen Thorheiten anhängt, ist sie nicht untreu gegendich, und vertraut auf Falschheit, und weidet dieWinde? Freilich! ich wollte für mich den Teufel nichtopfern lassen, denen ich mich selbst durch jenen Aber-glauben opferte! Denn was ist es anders, die Windeweiden, als Jene weiden, das heißt, irrend ihnen Lustsein und Gelächter?

Ich hörte deshalb nicht auf, Betrüger, Mathe-m atiker genannt, zu Rathe zu ziehen, als ob sie keineOpfer darbrächten, und keine Gebete um Eingebungenan irgend einen Geist richteten, welches beides derchristliche und wahre Glaube mit Recht verwirft undverdammt. Denn gut ist es, dir zu bekennen, o Herr,und zu sagen: erbarme dich meiner! heile meine Seele,weil ich dir gesündigt habe. Und gut, nicht deineNachsicht zu mißbrauchen als Erlaubnis zur Sünde,sondern des Herrn Stimme zu gedenken: Siehe! dubist gesund geworden; jetzt sündige nicht, auf daß dirnicht Ärgeres widerfahre.