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Bekenntnisse
Entstehung
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49 A. Augustinus, Bekenntnisse.

denn in dir ergötzt sich der Gerechte, und, du bist dieFreude derer, die gerades Herzens sind.

Wann daher die Frag' ist, aus welcher Ursach'eine Unthat geschehen sei, so pflegt man der Antwortkeinen Glauben beizumessen, bis es erscheint, daß eineBegierde nach solchen Gütern, die wir eben die nie-drigsten nannten, da war, oder eine Furcht, derlei zuverlieren. Denn sie sind schön und anmuthig, obwohlgegen die höhern und beseligenden Güter verworfenund niedrig, Menschenmord beging er. Warum? Erliebte des Ermordeten Weib, oder Gut; oder er wollterauben für Lebensunterhalt; oder er fürchtete, Ähn-liches durch ihn zu verlieren; oder, beleidigt, entbrannt'er zur Rache. Beging er Menschenmord ohne Ursache,bloß aus Lust am Morde? Wer glaubt' es? DennJener wüthende grausame Mensch, der bös und grau-sam war ohne Lohnabsicht, hatt' er nicht den Zweck,daß seine Hand' und sein Sinn, wie er sagte, nichtdurch Muße erstarrten? Woher dies? warum also?daß er ncmlich durch jene Uebung, nach eingenomme-ner Stadt, Ehre, Gewalt und Reichthum erwürb',und frei wäre von Gesetzcsfurcht, und seinem mißlichenZustand, bei der Armuth an eignem Vermögen unddem Bewußtsein seiner Laster, Selbst Katilina alsoliebte seine Laster nicht, sondern das, weshalb er siebeging.

Was also liebt' ich Elender in dir, Diebstahl,nachtliche Schandthat meines sechszehnten Jahrs?Denn schön warst du nicht, da du Diebstahl warst:oder bist du auch nur etwas, daß ich zu dir rede?