14 A. Augustinus Bekenntnisse.
man dies, nicht weils nichts oder unbeträchtlich Ware,sondern weil es sich bei zunehmenden Jahren verliert.Man kann sich hierin fügen: aber doch ist das.nem-liche nicht ruhig zu ertragen an einem Bejahrten.
Du, Herr mein Gott, der du Leben gabst demKinde, und einen Leib, dem du Sinne verliehest, dendu aus Gliedern zusammenfügtest, dessen Gestalt duschmücktest, und den du zu seiner ganzen Erhaltungmit jeglichem Streben des Belebten ausstattetest: Dubefiehlst mir, hierin dich zu preisen, dich zu erkennen,und deinen Namen zu rühmen, Höchster! Denn,v Gott, du bist allmachtig und gut, und hast geschaf-fen, was keiner schaffen kann, als du Einziger, vondem Alles herkömmt, du Schöngestalteter, der du Allesgestaltet, und Alles nach deinem Gesetz ordnest!
Dies Alter daher, o Herr, das durchlebt zu habenich mich nicht erinnere, worüber ich dem AufschlußAndrer glaube, und worauf ich nur von andern Kin-dern schließe, (obwohl der Schluß sehr richtig ist) magich nicht beizählen dem Leben, was ich jetzt lebe. Dennin Rücksicht des Dunkels des Bergessens ist es jenemgleich, was ich in dem Leibe meiner Mutter verlebte.Wenn ich in Sünden empfangen bin, und in Sündenmeine Mutter in ihrem Leibe mich nährte, wann, ichbitte dich, mein Gott, wann, Herr, wann war Ich,dein Diener, unschuldig? Aber sieh, ich lasse jene Zeit.Und was ist sie mir, da ich deren Spur verlor?
, Kam ich nicht aus der Kindheit fortschreitend insKnabenalter, oder kam dies nicht vielmehr in mich, derKindheit folgend? Auch verging diese nicht, (denn