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Bekenntnisse
Entstehung
Seite
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A. Augustinus Bekenntnisse.

, den du mir gabst, ruft dich an, o Herr, den du mireinflößetest durch deines Sohns Menschwerdung, durchdie Lehren deines Verkünders.

Und wie werd' ich meinen Gott anrufen, ihn,meinen Gott und Herrn? Denn in mich selbst werd'ich ihn rufen, wenn ich ihn anrufe. Und wo ist derOrt in mir, wohin mein Gott kommen möge? Wo-hin mag Gott kommen in mir? Gott, der Himmelschuf und Erde? Herr mein Gott, ist wohl etwas inmir, das dich fasse? Himmel und Erde, die du schufst,und worin du mich schufst, fassen sie dich? Ohnedich wäre nicht, was ist: fasset darum dich, was ist?Weil auch Ich bin, was bitt' ich, daß du kommest inmich, da ich nicht wäre, wärst du nicht in mir? Nichtin den Abgründen bin ich, und doch bist du dort.Stieg' ich hinab in die Tiefe, du bist da. Darumwär' ich nicht, mein Gott, durchaus nicht wär' ich,wärst du nicht in mir. Oder wär' ich vielmehr nicht,wär' ich nicht in dir, aus dem, durch den, und in demalle Dinge sind? Ja, o Herr, ja, so ist es! Wohinruf' ich dich, da ich in dir bin? Oder von wannenkommst du in mich? Denn wohin wandet' ich außer-halb Himmel und Erde, daß von dorther mein Gottin mich kommen möge, der da sagte: Himmel undErde füll' ich?

Fassen denn Himmel und Erde dich, weil du siefüllst? Füllst du sie, und bleibt etwas übrig, weil siedich nicht ganz fassen? wo bleibt jenes, was übrigbleibt von dir, nachdem du Himmel und Erde gefüllthast? Hast du es nicht noth, daß etwas dich umfaßt,