Die Birnbaumer Unrugs,
Besitz veräußert und 1895 Rlinge bei Rottbusgekaust. Dort ist er wohl Landrat geworden.
Als Rinder werden genannt:
s.) Gustav Adolk, der jung gestorben seinsoll, in Birnbaum 19. 2. 1794 als AdolfBogisl. gtft.
u) Denrtette Juliane, die 1898 einenHerrn v. Knobelsdorf heiratete.
e) Zullane, über die alle Nachrichten fehlen.
8. Constanze Tugendreicb, gb. 29. 9.93.
9. Lail Frldricv gb. um 1769, ch
trat ins sächs. Inf. Rgü Reitzenstein, wurde dort23. 5. 1784 Fähnrich, nahm als Leutnant vomsächs. Rgt. Reitzenstein 1789 „wegen Heirat" denAbschied und führte 21. 2. 1791 AobanneDbillppine Eleonore Ug., Tochter vom Birnb.Peter Ivladisl. und Johanne Fridrike Brause,heim. Später lebte er getrennt von ihr inDresden, von 1811 ab als Rammerjunker. Seinedieserhalb beim Hofmarschall-Amte hinterlegteAhnentafel ist ausnahmsweise ganz richtig. 1791hatte er seiner Frau 24999 fl. auf Striche ein-tragen lassen, das er später veräußerte, nachdemer seine Schwestern abgestattet hatte. 1791quittiert er mit der Frau dem Bogisl. Bojanowski,an den sie den ihrem Manne mitgebrachtenAnteil Gorfin verkauft. Der Sohn CarlFridrich August Rudolf ch 1897 als Fähnrichin französischer Gefangenschaft.
10. Mllbelmine Helene Charlotte, alserstes Rind 2. The gb. 12. 1. 1769 heiratete8. 4. 1894 zu Meißensee den Preuß. HauptmannErnst Frdr. Sgind. v. Lepel Usedom, der da-mals in Meseritz b. d. Brüsewitz-Dragonern stand.
11. Goltllebe Eonstanze Sofie, gb.Rurzig15. 2. 70 heiratete einen Herrn Rösler inSachsen.
12. Wogisl. Sigmund Alexander Se-bastian gtft. 23 7. 1777, erscheint noch bei derbrüderlichen Teilung 1792, und vom 1. 9. 1784bis 28. 2. 85 als Radett im H poln. Regimentdes Franz Peter Potocki. Dann ist er zur prenß.Fahne übergetreten, denn 1794 starb er alsJunker im Drag.-Reg. prillwitz und ward39. 4. 1794 zu Jerzyce bei Posen begraben. D
Zu dem letzten der 19 Rinder des StricherBaltasar zurückkehrend, bleibt uns noch: Ale-xander gtft. 9. 9. 1799, ch in Döbbernitz 13. 9.1797, also über 88 Jahr alt. Es scheint, daßauch er anfangs in sächs. Dienste getreten war,dann aber in preußische, in denen er zuletztMajor war. 1732 heiratete er des AltgörzigerChronisten Christof Sigmund und der AnnaElisb. Sommerfeld-Falkenhayn Tochter, die inden Urkunden bald Solle Caroline bald SofieCharlotte genannt, da beide Namen, vonCarolus herkommend, den lateinisch schreibendenGrodbeamten gleichbedeutend waren. 12900 st.brachte sie dem Manne mit und ebensoviel läßter zugleich als Gegenvermächtnis 1732 und 1764auf seinen Anteil Striche eintragen.
>) A. Warschau.
2> St. A. Berlin RP. 22. St«.
1743 und 55 verschrieb er seiner SchwesterMarz. Christ. Grünberg 9099 fl. und 9999 fl.,1761 seiner Schwiegertochter Stosch 2999 fl.1764 tritt er Bogisl. Rudolf eine Forderungab und verkaust ihm schließlich 1775 seinenGrundbesitz ganz für 87999 fl. 1764 erwarber einen elenden Anteil von Grabow Nm. dener 1766 seinem Sohne Christ. Baltasar über-ließ. Damit war die Entwurzelung vollendetund der Niedergang begonnen, den das Verhält-nis zwischen Besitz und Rinderschar unaushatsambeschleunigte.
Das Birnb. Rirchbuch gibt folgende Tauf-daten:
Anna Kulte 29. 9. 1734.
Christof Wallalar 15. 6. 36.
Alexander Zobann 28. 9. 38.
Cbrlltlne Goltllebe 24. 6. 49.
Wllilbelin Sigmund 26. 7. 41.
Adain ZlZogtslans 10. 9. 43.
Des ältesten Sohnes versuch, sich in derNeumark wieder seßhaft zu machen, führte zugänzlichem Vermögensverfall. Die andern dreiSöhne starben unvermählt, ehe sie dem VaterHelsen konnten. Doppeltes Glück, daß wenigstenseine der beiden Töchter heiratete und dem VaterGbdach geben konnte, aber auch nicht mehr, trotzäußerlich glanzvoller Stellung mit hochtönendenTiteln. Der 73 Jahr alte Major war nach undnach dem Raufmann Dehme in Zielentzig26 Thlr. schuldig geworden, die er nicht zahlenkonnte. Jenem blieb nichts übrig, als dasdanialige Zwangsmittel der Schuldhast an-zuwenden. Der Landreuter — im heutigen„Deutsch" Gcnsdarm! — führte den greisenMajor ab, zunächst in die Zielentziger Torwache,dannH in den Gewahrsam des Haidcläufers,der ihn für täglich 2 gute Groschen — 25 pfg.zu bewahren, beherbergen und zu beköstigenhatte, von da aus schrieb Alexander 9.12.1782an den Rönig bittend, man möge ihn freilassenoder, wie es sonst mit Personen eximiertenStandes stets geschehen, wenigstens im RüstrinerSchloß einsperren. Ivie es geendet, ist leidernicht ersichtlich, aber den Lobrednern der „gutenalten Zeit" und denen, die sich im stillen nachihr zurücksehnen, könnte man nur wünschen,solche schäm- und schonungslose Behandlungselbst zu erleben, die heute, sowohl aus öffent-lichem Recht als aus der edler und gebildetergewordnen Anschauung des Bürgertums herausgar nicht mehr gedacht werden könnte.
Die Tochter, die dem Vater ein Heim bot,war Anna Lulle, seit 1765 — zu Lcichholz13. 2. getraut — mit dem Grdensmarschall undRanzler Fridrich Wilhelm von Jena aufDöbbernitz, Cöthen und Falkenberg verheiratet.Döbbernitz liegt in: Lande Sternberg, das Rur-fürst Joachim II., frühere Verleihungen be-stätigend, 1616 dem Johanniterorden zu Landes-herrlichen Rechten verliehen hatte; Rudolf Jenahatte^) den Anteil Döbbernitz 1716 in pfandbesitz
-) St. A. Berlin NP. 22. S4S.2) Berlin Kammerger'-Lchnsalten.