237
Die Schleichen Ullrichs.
233
Ehrf. Gottfr. und zu Erben: SigmundA d r i a n - Rrummlinde, Anna Barbara,Gattin des Georg Ernst Rreckwitz-Flodsin geb.U., Ursula Helene, Eleonore Margaretheund ihres Sohnes E h r f. Gottfr. SohnEarl Gottlob und seine 3 Schwestern').Augenscheinlich war Ehrf. Gottfr. ihr liebstesRind gewesen. Er hatte 27. 3. 1694 Anna/Ildagdalena Freiin Braun geheiratet undDittersbach bezogen. Schon 19. 19 1798 machteer sein Testament und da es schon 19. 3. 1799eröffnet ist, muß er anfangs 1799 gestorben sein.Noch 3. 6. 1798 war er mit S g m d. AdrianTestamentszeugc bei Adam Seherr-Wcißig ge-wesen^j. Sein letzter Wille war, die Witwesolle den Nießbrauch von Dittersbach behalten,bis der Sohn Earl Gottlob 24 Jahr ge-worden, dann dieser das Eigentum, berechnetzu 49999 Thlr., wonach niit den 3 Schwesternabzurechnen.
Anna Helene, die Mutter war 9. 2. 1714gestorben, das 4. 19. 14 eröffnete Testament be-wahrte den Töchtern noch ein Lehnrecht anLeschkowitz, worauf sie 8. und 39. 3. 1715huldigen, und gab dem Sohne Sigmund Adriandie Mittel, den Wendstadter Vettern Linden,zunächst als Pfandbesitz abzunehmen, bald alsEigentum, soweit die Lehnseigenschaft solcheszuließ. Er und seine Nachkommen bliebenlutherisch^), die eigentlichen Wendstadter wurdenkatholisch.
Die Testamentsvollstreckungen machten großeSchwierigkeiten. Die zu Vormündern ersehenenHans Ehrf. Bock, David Ehrn. Borwitz undGeorg Sgmd. Seherr-Ritschütz waren durch den1699 ausgebrochnen Streit über Rirchlehen undRüsterpatronat Vittersbach-Herzogswalde ent-zweit. Brand in Dittersbach und große Ein-quartierung hatten die Gemüter noch mehrerregt. Endlich gelang die Drdnung.
Ehrf. Gottfr's Witwe Magdalene Braunverheiratete sich bald wieder an einen Mondschütz.Ursula Helene, die unverheiratet 1739 ch,nahm Thielau und zahlte der Schwester E l e-onore Margarethe Stößel 3999 Thr. diesie für Ehrf. Rrause-Breslau 24. 6. 22 ein-tragen ließH. — Einblick in die Verhältnissegibt ein Testament der Anna Marie Hock geb.Janowski, die 8. 9. 23 die ihr verwandten U'sbedenkt und zu ihrem Begräbnis einladet!Sigmd. Adrian mit Frau und Tochter,AdamStößel mit seiner Frau Lleon. Marg. U.,dann Ursula Helene U. aus dem HauseBeichau (?) und Ursula Helene v. Laosgeb. U. aus dem Hanse Rl. Wandritsch (?)^)-Die Nachlaßregelung aus Frl. Ursula HeleneU. Thielau's Testament vereinigte 22. 4. 1732zu Wohlauf: Eleonore Margarethe,Witwe von Adain Stößel, nun verehl. Tschetsch -
-> A. Bröl. Wollt. III ISo IIS.-> Ebenda 100.
Ebenda Glog. VIII. 1 v. z Vas. Tab.9 A. Brsl. Wobt. III I? ° 20S.
A. Brsl. Wohl. III 18° SSS, soz.9 Ebenda IS. °. 107.
w i tz -Strebitzko, Erdmute Sofie Frau vonRoth-Adelsdorf undEharlotteFrau v.Seydlitz-Schönfeld.Diese beiden sindTöchterE H rf.G o tt fr's,deren ältere Schwester Johanne Magdalencunverheiratet blieb. Erdmute Sofie war 1728des Freiherr» Adam Wenzel Roth-Adelsdorf,Fridrike Eharlotte die Gattin des ErnstLudwig Seydlitz-Schönfeld (Bunzlan) geworden.Dort kommt sie nebst Gatten noch 22. 2. 1779in Verhandlungen über Ausbesserung der katho-lischen Rirche vorH und von dort heiratete wieder(ihre Tochter?) Anna Floriane Seydlitz denForstrat ZIZ v. U. auf Tworsimirke. 29.12.1779nimmt diese ans ihr Gut Minkowski (Namslau)249 Thlr. anf2). — Erdmnte Sofie soll 1732gestorben sein.
Carl Gottlob, geb. 21. 9. 1699, übernahm1723 Dittersbach und heiratete GbarlotteiSleonore Seydlitz-Tepliwoda (geb. 22. 4.1794zu Mittel-Peile bei Schweidnitz), von der stammen:
1. Anna Ibelene Gbarlölte, geb. 8.8.1724,st nnvermählt 24. 8. 1781.
2. Carl Cbriltok Sigmund, geb. 29.19.1725,f 21. 1. 38 (Rirchbuch Winzig).
3. Zobann Drillt — s. unten —.
4. Dleanorc /Sdagdalene, geb. 29. Ii. 1738.
Earl Gotlob stellte, sobald er mündig ge-worden, dem Regierungsadvokaten BreitenhahnVollmacht zur Übernahme von Dittersbach ausund entlastete 21. 9. 1729 seine Vormünder. ZuDittersbach 6. 4. 1729 bevollmächtigt er denAdvokaten Pusch, von Wolf Bernhard Tschirnhaus2999 Thlr. aus Dittersbach aufzunehmen zurAbstattnng seiner an Seydlitz verheiratetenSchwester und zu Liegnitz 22. 6. 1729 hypothezierter der Schwester Freiin Roth 8999 Thlr. zurgänzlichen Abfindung. Außerdem wollte er zuwirtschaftlichen Verbesserungen noch 2999 Thlr.ausnehmen, die Regierung rechnete ihm aber vor,daß nun schon 29999 Thlr. auf Dittersbachständen und mehr nicht genehmigt werden könnten.Da starb Tante Ursula Helene ans Thielauund laut Vollmacht, die er 8. 12. 1739 von seinenSchwestern und d. d. Strebitzko 16. 2. 1731 vonseiner Tante Eleonore Martha Stößel erhielt,regelte er den Nachlaß. Das half ihm noch eineWeile weiter. 1732 beantragte er bei der Bader-innung die Aufnahme der von ihm in Dittersbacherrichteten Badstube, trug also keine Scheu, gleichseinen vorfahren Mitglied einer ehrsamen Zunftzu werden. Dabei waren die Bader gerade nichtdie ehrsamsten.
Als er aber in Wilh. Alcxdr. Frhr. Würtzeinen passenden Räufer gefunden, trat er ihm17. 8.1735 Dittersbach für 65999 Thlr. ab, nurdie Familiengruft bei der Rirche dort vorbe-haltend. Zur Auflassung gab er Advokat Hilde-brand 19. 19. 1735 Vollmacht. Nun war allerLrbbesitz dahin. Aber Earl Gottlob kauftesich 15. 8. 1736 in Raschewen Rr. Wohlau vonBali. Gottfr. Üchtritz wieder an 3). Da er einstudierter Herr war, ist er bald Rreisdexutierter
1) Ebenda O. A. Nd. Schönfcld.
-) Ebenda Brsl. III 8 ».
°) A- Brsl. Wohl. III 17° 478 und III 20 d L90.