Die Schleichen Unruhs.
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Elisabeth Drossel geb. NisemeuschelH. Iu Winzig10. 11. 1712 hatte er Marjanne DlilabelvBerg-Wangern geheiratet. 7. 6. 13. wurde einTöchterchen 'Delene Marjanne geboren, dasaber nur 3 Wochen alt wurde. Auch 2 andereTöchter blieben nicht lange am Leben, vonden, 27. 3. 17 geb. Sohne Dans Georg, derin dänische Dienste trat, ist nur bekannt, daß erin Kopenhagen 27. 5. 59 als Rittmeister imRegiment Leibkürassiere starb. Der 1723 letzt-geborene Gbrtltok Carl verschwindet uns alsFähnrich in königlich-preußischen Diensten. Erdürfte zu den vielen U.'s gehören, die im7jähr.Kriege ihr Leben ließen.
3. 5. 15 bezeugt noch der alte HeinrichEhristian Hans Baltasar Schweinitz den Kaufdes Üchtritz'schen Fröschen und Roggens. Derjunge Heinrich Ehristian war wieder 14. 6. 36Zeuge, als dies Gut von Earl Sigmund Schweinitzan Balz Gottfried Üchtritz zurückverkauft wurdet.
17. 5. 18 bezeugt der junge HeinrichEhristian „seinem Schwiegervater Hans WolfBerg die Übergabe von Groß-Wangcrn anSchwager Hans Ehristof Berg, seinen SohnÜ-Da der alte Heinrich Ehristian 23. 7. 21gestorben war, gab die verw. Mutter dcni Sohnezu Dittersbach 3. 9. 21 Vollmacht aus, für siedie Testamentseröffnung zu erledigen. 4. 7. 22übernimmt er nun von David Scheurich diePachtung der Winziger Stadtgüter^). Er scheintaber kein guter Wirt oder den gerade damalsrecht kritischen Zeiten, die manchen von seinerScholle brachten, nicht gewachsen gewesen zu sein.24.11.23 sucht er in Gber-Dittersbach Hilfe, dennSamuel Roitzsch in Liegnttz hat ihn um 185 THIr.10 Gr. verklagt, von der Mutter, die 1659geboren, 6. 7. 1728 starb und in Winzig begrabenwurde, scheint er auch nicht viel geerbt zu haben,eher vom Schwiegervater, dessen Witwe ÜrsulaMarjanne Hock 13. 2. 28 mit den Kindern indenverkauf des väterlichenKl.-Wangern willigt^).15. 4. 28 unterzeichnen Marjanne Elisabethund ihr Mann Heinrich Ehristian denVerkaufsvertrag, 24.10.30 quittieren sie AlexanderFreiherr Stosch das Kaufgeld H. Die WinzigerPacht ging zu Ende. 15. 6. 33 pachtet löeinrichEhristian von Ernst Gottlob Kreckwitz das GutHeinzendorfö). 20. 6. 34 ist er Urkundzeuge inSchätz (Kr. Guhrau)9), ein Jahr später in Gleiuig,dann verschwindet er aus dieser Gegend. SeineFrau kommt 1741 in Minkwitz bei Steinau vor,er selbst taucht 1757 in Herrndorf bei Glogauals Verwalter dieses Berg'schen Seniorats fürdie unmündigen Hans Wolf und Ehristof Bergwieder auf^l, nicht in günstigem Lichte. DieÜbergabe an den mündig gewordenen Besitzer
l) A. BrSl. Glog. III IS° IIS.-) Ebenda MI 4S5.
Ebenda O. A. Fröschroggcn.Ebenda Wohl. III IS n>.0 Ebenda b est.
°) Ebenda 15 s 745.
6 Ebenda s IIS.
°) Ebenda O. A- Hcinzendorf.») Ebenda Großenbohrau!!4°) A. Berlin R. 46 s.
Die Unrugher.
soll stattfinden, die Abrechnung gibt Streit. DaHeinrich Ehristian behauptet, seine Frau seiMiterbe, hat er wie ein Besitzer gelebt undgewirtschaftet, ein neues Gesindehaus, aber auchGewächshaus gebaut u. dergl. m. Die bisherigenVormünder gestehen ihm als „Administrator"nur das Recht zu, höchstens 1000 Gulden jährlichzu verbrauchen. Er habe aber 3 Diener,1 Gärtner, 1 Kutscher und 2 Mägde ganz fürsein Haus gehalten, das beständig voll Gästegewesen. Zuletzt einigt man sich. HeinrichEhristian bekommt 390 Thlr. verauslagteBaukosten herausgezahlt und geht — wahrschein-lich bald ins Grab, denn er war nun schon einSiebziger.
Zur älteren Wendstadter Linie scheinen nochdie sonst nirgends unterzubringenden U.'s zu ge-hören:
1. Dans Georg starb 78 Jahr 5 Monat alt24. 4. 1760 „aus dem Hause Heidersdorf aufGr.-Wangern"H.
2. Anna Warbara U., Gattin des GeorgErnst Kreckwitz, Mutter von 6 in den Jahren1695 bis 1713 getauften Kindern^).
3. Tarl Ferdinand, geb. 29. 9. 1714, alsGeheimer Rat in Vis erwähnt^).
Der jüngere (Haupt-) HweigMendstadt
beginnt mit dem schon als fürstl. Hauptmannvon Haynau, vorher Student in Wittenberg er-wähnten Adrian. Hans und er ließen 1586einen Nachruf für Frau Anna Rösler ausFrankenstein, Gattin des Magister Nik. Lodewigaus Glogau drucken^). Sie kannten also dievettcrlichen Beziehungen mit den Glogan-Frei-stadter Patrizierfamilien Breithaar-Lodewiz.
Als die Brüder 23. 12. 1602 Lehn aufBansau muteten, das der Vater Sigmund hinter-lassen, leistete Adrian den Huldeid"), er über-nahm es also. Später erwarb er noch Simsenvom Bruder, auch Dittersbach u. Herzogs-walde bei Lüben, Denkwitz bei Glogau undPfandbesitz von parchwitz.
Um 1567 geboren heiratete er 18. 11. 97 inHaynau als Amtshauptmann MargaretheHaugwitz-Kl. Bbisch und bedankte sich 22. 11.beim Herzog von Münsterberg für das schönepünktlich angekommene Hochzeitsgeschenk>>). DieserEhe entstammen Sigmund, der 1622 in Witten-berg studierte, aber unverheiratet starb, und dieTöchter Zobanne und Magdalene so nenntsie Zedier, während Ezechiel zutreffend aufführt:Sigmund, Dans, Magdalene und HZarbara'lbedvvig. Diese wurde Gattin Hans GeorgLestwitz's auf Gber Schlaub. Sie kommt noch
0 Kirchbuch Winzig.
H Ebenda Geischen.
A. Trachenberg.
«> A. Boten.
A. Brsl. Glog. III IS ».
°> Ebenda Person. U.
IS