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Die Schlesischen Unruhs.
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aus Tschunkawc.i) 15. 8. 1796 wurde ihr ersterEnkel Earl Leop. Rottwitz, Sohn Rasp. Wilhelmsund der Urs. Rath. U. in Breslau getauft.^)Der Schwiegersohn Nik. Jordan war als Ver-walter, dann Pächter von Alexanderwitz im bjausegeblieben und leitete die jungen Schwäger zuTollheiten an. Sie ritten 2 Leuten, die denDienst in Alexanderwitz mit dem bei Frhr. Leop.lsnr. Garnicr-Strenz vertauscht hatten, nach undverübten solche Gemalttat, daß kaiserl. Befehlzur Bestrafung des Jordan und Thrn. Leo-pold'? 9. 6. 1797 erging,3) am 23. 4. 1798ein fernerer, Jordan sollte samt beiden Schwägernverhaftet und strafgerichtliche Untersuchungeröffnet werden. Jordan scheint sich derersten Bestrafung dadurch entzogen zu haben,daß er bei der schwedischen Truppe, diegerade jenseits der Grenze in Polen stand,eingetreten war. Schwager Rottwitz hatte indesdie Wirtschaft übernommen. Den ihn besuchendenjungen Schwägern hatte Jordan schwedischeUniform angezogen und so zog er mit ihnenauf Raub. In Schimmerau hatten sie denBauern unter Drohen mit henken und tot-schießen 399 Thlr. Geld und ein wertvollesPferd abgepreßt. Dann waren sie von denBauern verjagt worden. Jordan wurde inBreslau, Thristian Leopold und TarlAlexander in Militsch gefangen und ein-gesperrt. Aber Jordan brach aus, erschiennachts in Alexanderwitz, bedrohte denSchwager Rottwitz, der ihn nicht dulden wollte,schoß auch zwei mal ohne zu treffen und flohmit seiner Frau Marie Tharlotte über diepolnische Grenze. Die beiden verführten Jungenwurden zu 4 Jahr schweren Arrest, Ersatz allesSchadens und der Rosten verurteilt. Dazureichte der ganze verkaufswert von Alexanderwitznicht aus. Mutter Anna Doraths bittet22. 8. 1798 um Strafmilderung, „damit dochmeine zwey in der Stadt Militsch verarrestirteSöhne, die nicht einmal Stroh zum Lagerbekommen, vor allzugroßer Streitigkeit nichtetwa gantz elend crcpiren mögen." Rottwitzist der Linzige, der Geld schaffen könnte, um diedrohende Zwangsversteigerung des Gutes zurRostendeckung abzuwenden. Er verlangt dafürdas volle Eigentum an Alexanderwitz undAnna Doraths klagt, er wolle sie „an denbetrübten Bettelstab" bringen. Jordan hattenur 644 Thlr. Pacht gegeben svertrag vom12.6.1796'^), wovon jeder Schwiegersohn 72 Thlr.,als Zins von 1299 Thlr. versprochener Mitgift,jeder Sohn 199 Thlr., die Witwe 139 Thlr.erhalten, der Rest zur Zinszahlung auf 2399 Thlr.Schulden dienen sollte. Dabei war natürlichVorschuß von Rottwitz nötig geworden, 399 Thlr.hatte er schon zu fordern, als Alexanderwitzversteigert werden sollte. 1711 kaufte er esdann wirklich, bald darauf starb UrsulaRathariueund er heiratete Urs. Magd. Langenau.
>> A. Brsl. Militsch III. e 21S.-> Kirchs. Mar. Magd,-h A. BrSl. ä.. ä. III 7 c Z76.9 A. Trachbg. Vas. A. 14. 4.
Die gefangenen Brüder richteten 11. 12. 1719ein Gnadengesuch an den Raiser, wonach Ehrn.Leop. schon ganz siech geworden, TarlAlexanderaber bittet, den Rest der Strafzeit im kaiserlichenRriegsdienste abmachen zu dürfen. Schon s!) 13.12. 1711 fordert der Raiser vom GberamtBreslau Bericht über dies Gesuchs), bestimmtaber zugleich, Ehrn. Leop. soll die ganze Strafeabsitzen, die Rosten wurden nicht erlassen.").Darüber ist Ehrn. Leop. zu Grunde gegangen.Earl Alexander scheint wirklich als Rriegs-knecht gebüßt und später bei den verwandtensich aufgehalten zu haben 24. 6 1726 kommter in Militsch als „erbetener Kurator" für AnnaRosine Palmenkron vor^), als sie 2999 Thlr.auf Gr. Rendichen ausleiht. Er heiratete dannAnna Delene Glaubitz, kam in Besitz vonGolkowe und ließ 22. 19. 1733 einen SohnGarl Milbelm taufen^.
Rönigs Vasallentabelle von 17595) führt auf:„Rl. Golgowe Andreas Alexander u. 52 I.alt. Söhne: Tarl Georg Ladet 19 I. alt.Srnst Milbelm 17 I. alt. Friedrich Dans19 I. alt," außerdem: Tarl auf Militsch 36 I. alt.
Zu berücksichtigen ist, daß die Altersangabenin Vasallentabellen wenig zuverlässig, dieDatierungen der Listen selbst oft nicht genau be-zeichnet sind, 1774 ist Qbarlotte Milbelminev. U gb. Langenau im Besitz von RI. Golgowe^'),deren Rinder?) getauft wurden: Larl GeorgAlbrecbk 29. 4. 1734. sEr trat Aug. 1745 inBerlin ins Inf. Reg. Wedell, sp. Alt WoldegkNr. 36; ward 5. 1. 58 Fähnrich, 22. 4. 49 Ltnt.,23. 7. 66 Prltut., 28. 12. 73 lsptm., 23. 1. 86Major, 7. 1. 93 Vbstltnt., 9. 1. 95 Oberst, 15.
4. 96 Rgtskmdr. 26, übernahm Janr. 97 d. 3.Muskbat. Inf. Rgts. 39 in Ralisch, pens. 25. 9.98 ff 74 I. alt 15. 9. 1898, verheiratet mitLbriltine Sofie Lehmann, die am 3. 1. 179239 I. 5 Mon. alt war^j.j SrnN Milbelm 15.
5. 1736 und Cbriltiane Fridrike 15. 2. 1739.
Ihr Manu Andreas Alexander^) erbat
aus Berlin 26. 6. 1753 des Rönigs ver-mittelung, um die seiner ff- Frau gehörenden1999 Thaler, die von den von Langenauzu Freyhan in Schlesien vorenthalten würden,zu erlangen. Er sagt dabei: ich habe unterEw. Maj. Vater 8 Jahr lang als Unteroffizierim Anhalt Dessauischen Regiment gedient undbin zum ältesten Fähnrich im Regiment Jung-Schulenburg ernannt, aber so schwer zweimalverwundet, daß ich habe nicht weiter dienenkönnen. Dann habe ich geheiratet. MeineFrau starb vor 2 Jahren und hinterließ mir 5Rinder, davon 2 Söhne sich schon wieder iniDienste Lw. Maj. befinden, einer als Standarten-junker beim Reg. Rochow, der andere unter
I) A. Brsl. A. A. III. 7. g. 20S.A. BrSl. A. '!>. III. 7. g. sss.A. Vrsl. Wohl. III. 17. d. 104.Kirchs. Gnadcnk. Militsch.v) A. Brsl. SS. 0. Ä. Z4 a.°> Vas TaS L.. Z4 » sg.
7) Kirchs. Gontkowitz.v) Geh. Kricgskanzl. Berlin.°) A. Berlin ll. 4S. a. sz v.