Die Schleichen Unruhs.
dessen Nachlaß und die Mitgift seiner FrauH.Namens seiner Mutter Zllrlula sagte Nicol31. 8. 68 der Hedwig, Witwe von Chrf.Hauff — (s. Schwester?) Zahlung von 36 Markzu2). Sein Bruder Cbriltok wird 21. 6. 1573Vormund für Hans Rnobelsdorfs-HerwigsdorfRinder^), zugleich verbrieft er seiner FrauWrlula geb, Schweinitz 1866 Thlr. Leibgedingeauf alle seine Besitzungen^).
Angesichts der seit 1712 festgewurzelten An-sicht, die Birnbaumer U.s stammten aus Lawalde,muß nun scharf unterschieden und vorausgeschicktwerden, daß 2 bis 3 verschiedene Chriof U.vom 1376 ab auf Anteilen von Alt- und Neu-Tschan saßen. Nun verkauft nämlich ValienStoschs Witwe Anna 8. 5. 1576 das Nachlaß-gut Piirben (Ar. Freistadt) dem „zur neuenTschor gesessnen" Llzrillok „imb Nahmen einesbeständigen Erbkaufs" d. h. sie sichert ihm dasEigentum, behält aber, wie sich später klarergibt, den Nießbrauch, denn sie ist seineSchwiegermutter und er ist weder der mit einerPromnitz-Wiesau verheiratete spätere BirnbaumcrChristof, noch der obengenannte mit UrsulaSchweinitz verheiratete Lawalder Christof, deinin Lawalde als Lrbe sein Sohn Gtto — belehntdamit 22. 8. 1378 — folgte. Der Guclle desIrrtums wird im Birnbaumer Abschnitt gedachtwerden. Der Räufer von Piirben war, wennnicht einer der aus der Neumark herüber-gekommenen, ein Bohraurer oder Zöcklaner U. Crhatte eine Schwester Anns, in Tschau 1538geboren, die als Gattin Georg Blanken-steins auf Laos bei Grünberg 1576 eineTochter Barbara, 14. 6. 1597 an Georg TroschkePadelgar (Neumärker U. Verwandtschaft) ver-heiratet hatte, der 18. 5. 1618 in P. starb. AlsAnna dort 81 Jahr alt 11. 6. 1619 starb,nannte die Grabrede^) ihre Mutter eine Dyhr-Herzogswalde, Großmutter Rottwitz-Jölling undAeltermutter Abschatz-Dalckow. Christof-Tschanhatte gleich dem späteren Birnbaumer Christofeine Tochter Anna. Während aber des letzterenAnna erst lange nach 1593 an einen Braun(Broniewski-Lronikowski) verheiratet wurde, gabder C h r i st o s Tschau-Pürben seine TochterAnna 13.1. 1594 als zweite Fran dem alterndenWitwer Daniel Preuß von preussendorfR. R. Rat, Gbersalzamtsherr in Schlesien undLausitz, oomss valätini Herr auf Blankenauund Zweibrück im Grimma Meißenschen, gb.1529, der 1591 seine erste Frau Dorothea Schüllerverloren Haltes. Ihm brachte Anna nach VaterChristofs Tod dessen Anteil Neu-Tschau mit,er kaufte noch des andern Christofs Anteilehinzu. Sein Sohn und Crbe verkaufte 26. 5.1611 das Ganze an Baltasar, Sohn des Birnb.Christof, der vom Glogau-Lübener U.stamme warund kurze Zeit auch in Tschau sich niedergelassen
ü Ebenda 1S7.
"> Ebenda ivs.
Ebenda 16 x. 147.
4) Ebenda iso.
°> A. Fürstenslein Slg. Möller.
°) A. Posen Franst, 452 u. Landesarch. Prag.
hatte. Alt und Neu Tschau liegen unweit Neu-salz etwa 9 Rlmtr. n. ö. v. Freistadt.
Mcol-Lawalde, Bruder des Gatten Christofder Ursula Schweinitz, legt 26. 4. 1575 wegenGeldschuld Beschlag auf des ch Hans Lesseth GutJonsbergH. Valien d. j. zu Lawalde, seinSohn beschlagnahmt 29. 4. 78 das Raufgeldfür Jonsberg wegen 266 Thlr.2) — 16. 11.1579 suchen wieder Nicol und Fabian Gebr.Tschammer wegen geleisteter Bürgschaft sich andes ch Oicol Drentkau Gut schadlos zu Haltens,von Niclas Erben fordert das Amt 9. 8. 1587Entscheid, ob sie dessen Gebot: 266 Thlr. fürVerleihung der Gbergerichte, aufrecht erhaltenH,dasselbe nochmals 16. 9. 88. Fabian TschammersWw. und Erben Prittag klagen 7. 4. 88 gegenvalten - Lawalde wegen Bürgschaft^), ebensoNicol Tschirnwitz. 24. 5. 89 wieder eine Bürg-schaftsklage Gg. Rotenburgs zur Lippen wegen166 Thlr. gegen Valten, ebenso 9. 1. 96Raspar Loga» gegen valten um 56 Mark"),was bis 91. spielt. — 18. 12. 1591 bleibt Gtto,der mit Christof Vormund der Rinder seinesch Vetters ist, beim Amt entschuldigt aus, aber„Dans darf künftig nicht fortbleiben"?). Daßder ch Vetter der valten ist, beweist eine Rlage,die sie namens Veltens Erben 17. 12. 92 gegenSiegmund Liedlaus Vormundschaft anstrengen^).16 9. 92 bleibt wieder Ludwig Rotenburg imTermin gegen Hans und die valtens Vor-münder aus. — 2 Urkunden vom 1. 7. 1593zeigen nun, daß der ff- valten auf poln. Rüssel,dem Nachbargut von Lawalde, saß und mitseiner Frau /Idargaretbe geb. Lest („Lessoth")1 Tochter und 2 Söhne Dans und Menzelhattet). Gtto kauft das überschuldete Nach-laßgut Poln. Resse! für 5566 Thlr. aus derHand des Gegenvormunds Christof-Alt-Tschau^). Dies kann der spätere Birnbaumersein. —
Gtto-Lawalde erweist sich nun milde undritterlich, indem er der verarmten Witwe valtens,Margarethe Lest 5. 16. 1593 zum Unterhalt1566 Thlr. anweist^). Doch war sie unbefriedigt,erst 1. 11. 94 werden die „Irrungen" zwischenGtto und Margarethe „Lassot" i. B. ihres BrudersAbraham v. Lassota zu Rotkirch beigelegt^). Auchin Drentkau hatte es Irrungen zwischen der dortlebenden Witwe Christofs — das könnte nochUrsula-Schweinitz sein, ist aber wahrscheinlicherdie des Christof-Neu-Tschau und Piirben geb.Stosch — und Sigmund-Drentkau gegeben.Laslaw Rnobelsdorf und Christof-„zuThamm" (aufhaltsam ?) werden zur Entscheidung
9 A. Brsl. Glog. III 17. II.-1 Ebenda 28.
Ebenda so.
4> Ebenda N. A. Drenikau.°> Ebenda Glog. III is 454-s.«> Ebenda L04. 020.
Ebenda 870.
°> Ebenda 12 I. 182.s> Ebenda IS a. 24.
-°> A. Brsl. Glog. III. IS l. öS.") Ebenda is a s?.
Ebenda 12».