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Die Unrugher : Versuch eines Anfanges zur Stoffsammlung für die Unruh'sche Familiengeschichte
Entstehung
Seite
177-178
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Die Schleichen Unruhs.

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noch einmal 4, 8. 1413 erwähnt, als JorgevnruH j,i Leistadt vor derselben Herzogin, mitZustimmung seiner Frau liiatbarina 10 MarkZins auf seine Güter Sückau und Altgabel denGlogaucr Vikaren verbriefte. Als Zeuge istdabei:Jakob vnru des a(I)den JakobSon"2). Dieser junge Jakob war gewiß einHerwigsdorfer, Jorge wohl auch, beide gehörenaber schon einer neuen Altersstufe an.

Nun dringt von hier Olckel für kurze Zeitin das Lübcner Gebiet vor. Dem BeruhardProkut auf Nieder-Zcdlitz hatte er, dem HeinrichProknt auf Ober-Zedlitz der Vetter Dans U.Geld geliehen. Nickel muß früh mit einemTöchtercheu verwitwet sein, für die FriczkoNostitz ihm ein passender Gatte schien. Mit ihmzusammeiv) erwarb er Nieder-Zedlitz 24. 4.1404.Mit Hilfe von Seyfricd Bronow wurde 16. 8.1408 Gber-Zedlitz hiuzngekauft. Rasch gelangdie Abfindung der Gläubiger und Mitbesitzer.Mit der Tochter gab Nickel um 1409 seinganzes Zedlitz an Fritz Nostitz, dessen Nachkommendort bis 1745 gesessen haben. Nickel ging zumdeutschen Orden. Er ist es, der laut Grdens-Soltbuch mit 6 Spießen und 1 Schützen in NickelKockwitz Rotte am 14. 7. 1410 bei Tannenbergtief in den Feind vordrangt). Herzog Konradder Iveiße von Vels geriet dabei in Gefangen-schaft. Auch im Unglück harrte Nickel beimOrden aus, in seinem Dienste brachte er seinealten o.age in Dauzig zu, wo er mit der Schiffs-reder-Jnnung durch Verleihungeines Rnwensauf dem neuen Tamme" belohnt wurde. DieHandvestcst) vom 24.6. 1432 nennt ihn Tlawsvnruw und fordert für die Verleihung Errichtungeines Siechenhauses nebst Kapelle, wo es aberso gehalten werden soll, daßes den Pfarrkirchennicht zu Schaden komme." Paul von Rußdorffals Homeister verleiht die Handveste, worin auchHeinrich von Plauen n. a. genannt wird.

Jetzt sagt uns auch eine Stiftungsnrkundech)von 1409, daß Nickel ein Bruder des obigenPropst Heinrich war. Dieser hatte in derNeustadtoberhalb der Badstube" eine Hofstattauf dem Berge den später sog. Freihoferrichtet, die Zinsfreiheit soll jedoch erlöschen,außer wennsein Bruder Nickel" oder dessenNachkommen den Besitz erben. Um 1420 soll er,vielleicht deswegen, noch einmal in die Heimatfür kurze Zeit zurückgekehrt sein.?) Der Freihofhat noch lauge als solcher bestanden und manchemU. ein Heim geboten.

Auf diesen Nickel mag sich auch die Nachrichtbeziehen,8) daß Niczko U. 1400 sich bei Kostenansässig machen wollte, aber Hindernisse fand,die zum gerichtlichen Austrug kommen sollten.

Andres und Qlemens^) waren 30. 9.1408

>> A. BrSl Glog. Kollegiatstift ISS.'4 Fürst!. Karolalh'schcS Arch.4 Wechmar, Gcsch v. Zedlitz.

4 Vogt Ordcns-Gcsch. s. ob.0 N. Kgsbg. Ordcnsarchip. L.. toZ.ck Arch. Dt. Wartcnbcrg.

4 Sag. Arch.

4 A. Posen. Alt. Grodurkd.4 Ohncsorge, Oucllenkd. Grünbg.

Die Unruhgcr.

in Grünberg Zeuge der Belehnung Laasigs mitSawade, Element auch in Freistadt 8. 11. 1409bei einer Stiftung für die Kirche.

Hdbilipp war 23 5. 1410 Freistadter Rat-mann,H 16. 12. 1412 Bürgermeister, 3. 1. 1413wieder Ratmann, 29. 6. 1411 in Freistadt mitElement zusammen Zeuge,-) ebenso 30. 1.1417,Philipp allein 18. 3. 1417 und 18. 7. 1420.

22 4. 1415 erscheint Jakob als FreistadterRatmann in Breslau, ch

Frenzel von Sückau Z. in Glogau 15. 6.1416.^) In Freistadt dient Delncze U. 21. 1.1418 der Herzogin Katharina als Urkundzeugest)Bei Festsetzung einer neuen Fehdeordnungfür Stadt und Land vertritt 1418 in GlogauAndres (Lawalde?) die Grünberger, Oiklasvon Nlilkau die Freistadter Ritterschaft.6) Dortbezeugen 19. 10. 1419 Wllolkk zusammen miteinem Lübener Vetter Dans eine Urkunde.?)

In Freistadt übernehmen 22. 7. 1419 dieBrüder Jakob und Element) gemeinsam dasihnen vom Vater Jakob hintcrlassene Herwigs-dorf und setzen sich erst 16. 11. 1433 auseinander.Jakob behält es allein und über ElemensAnrechte wird in Breslau 22. 3 1435 eineneue Urkunde errichtet. Beidemal spielen frommeStiftungen mit.

Dans ans Ulilkau, das an Sückau undLindau grenzt, ist 29. 6 1421 Zeuge in Sagaus)In Freistadt bei verkauf eines Landstückszu Tzyris der Name ist später gedankenlosin Eyrus umgedentelt heißt es 13. 11. 1421an HbiliPP vnrus Vorwerk grenzend".^) vonden Tzyris einschließenden Gütern Zolling, Zöcklauund Malwitz wird dieses zuerst als Besitz desMernber u. 1440 erwähnt, also darf Philipp,der obige Ratmann und Bürgermeister als Herrvon Ivalwitz gelten und dieser Ivernher alssein Sohn und Erbe.

1425 wurde eine U. von Großenbohrau, mitden Glaubitz und Brauns verwandt, die Fraueines Löben-Nickern NmkstH 1434 warenJakob u. der reiche" und Nndres-Herwigsdorfin Freistadt Zeugen, als der Herzog den Streitder Briesnitzer Rabenaus um eine Mehre(Schwert, Harnisch u. gesattelt Roß) schlichtetest-)Glogau 12. 2 1429 nennt eine Urkundeunter den Zeugen: llAcKll U. Herzog!. Notar. ^)Als Töchter des y Niczko von Ülilkau werden29. 10. 1429 Ikatbarlna und Milabetb ver-urteilt, den Domvikaren weiter Zins von Alt-gabel und Sückau zu zahlen.^) Dagegen habensie Berufung eingelegt, die aber in Breslau

4 A. BrSl. Urt. so. 8t, so Freist. Pfarre.4 Ebenda Dcp O-is los u. D. isr. Bl. 14Z.4 Ebenda Böschingmp.

U Ebenda Büschingmp.

4 Ebenda tlrk. 42. Freist. Pfarre.°i Minsberg Gcsch. Glogau. 445.

4 Brsl. Diöz. Arch. Ging. Dom.

4 A. Brsl. Büschingmp.

4 A. Brsl. Dr. W. Notizen.

A. Dt. Wartcnberg.

>4 A. Fürstcnstcin. SIg. Möllern,ch Ebenda.

>4 Brsl. Diöz Arch. Glog. Dom.

») A. Brsl. Glog. Call. Stift. 2l0.

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