^7
1688 eine Gelegenheit wahrgenommen, die sichzum Erwerbe des schönen, 26 Hufen Acker undWiesen und 6 Hufen Wald umfassenden GutesGtten bei Zinten, Kr. Heiligenbiel, bot. Eswurde mit dem beiderseitigen vermögen und demErlöse aus Warnikam am 26. 2. 1688 gekauftund darauf das Ehegeld, auch für den inzwischen1686 geb. Sohn Uzeinrlcb 'lstuvolk die Nachfolgesicher gestellt. Wulfs Heinrich blieb noch beiseinem Regiment und kam mit ihm weit herum,nach Ungarn, der Ukraine und dem Niederrhein.
In Gtten wurde 1692 der zweite SohnMolkk Lbrlltol geboren, vor diesem noch dieerste Tochter Zöarbara /kargaretbe, die am7. 1. 1689 in Wesselshöfen, dann HZarbaraiSlconore, die dort am 28. 6. 1691 getauftwurde. Die erstere wurde später Gattin desLeutnants Fabian von Eppingen auf Dösen,Sproß einer schon in den Anfängen des Deutsch-ritterordens in Bstpreußen heimisch gewordenensüddeutschen Familie. Barbara Eleonorescheint früh verstorben, man hört nichts weitervon ihr. Bei der Geburt des fünften Kindes,der in Gtten am 13. 12. 1696 getauftenIkuntgunde iLlllabelb, von der auch nirgendswieder die Rede ist, starb die Mutter.
Inzwischen war Cbrllltan, der jüngste Sohnvon HannsHeinrich- Buckow auch in dasselbeDragoner-Regiment, wo er Leutnant wurde unddann 1696 nach Gstpreußen gekommen, wo ersich seinem 8 Jahr ältere» Bruder Wulff-Heinrich eng anschloß. Rasch wurde er infolge-dessen dort so heimisch, daß er alsbald in denHafen einer glücklichen Ehe mit TbrlltlneSusanne Eppingen a. d. H. Wesselshöseneinlief, dann die großen Kanitz'schen GüterSchreinen und Hohenwalde pfandweise erwarbund sich als Leutnant a. D. nun ganz demLandleben widmete. Auf dem oben erwähntenStammtafelentwurf von 1756 wird ebenfallsbehauptet, er habe außer einer Tochter einenSohn „N.. . N. . . f Thurfürstl. Sächs. Kapitän"und später von diesem einen Enkel „N... N...v. U. f als Pohlnischer Major beim Regimentde la Motte 1742 in Böhmen, ohngeheyrathet"gehabt. Davon ist indes nichts erwiesen, dieAngabe entspringt wohl einer Verwechslung miteinem der vielen andern im 7jährigen Kriegebei Mollwitz, Tzaslau, Hohenfriedberg, Kuners-dorf u. s. w. gefallenen U.'s. Nur das stehtfest, daß Christians Tochter N. N. schon frühden Vbristlieutenant AhasverFriedrich v.Brandtheiratete, der sie 1723 als Witwe mit 2 SöhnenLudwig und Christian hinterließ. Für diese sorgteChristian als großväterlicher Vormund zärtlich,regelte auch seines Schwiegersohnes Nachlaß, ausdem er d. d. Grünau 15. 16. 1724 einige Güteran das Frauenburger Domkapitel verkaufte, undhinterließ seinen Enkeln noch die zu HohenwaldeSchreinen hinzuerworbenen Güter Rosen undWoiditcken. Hohenwalde aber wurde nach seinemTode zurückgekauft. Damit war dieses 2. ost-xreußische Reis vom U.'stamme verdorrt.
Der Ende 1696 mit einer Schar kleiner Kinderals Witwer zurückgebliebene Wulff Heinrich
U8
konnte, wie die Dinge lagen, kaum Witwerbleiben, er schritt 1699 zur zweiten Ehe niit der1663 geborenen Dorotbea Milabetb, Tochterdes Wolbrand v. Portugall auf Keinikallcn,Witwe des Rittmeisters v. Arenswald, die ihmdie Güter Bregden mit Steinhoff und ein Vor-werk in Gabditten zubrachte. Bald darauf erwarber auch noch Schettniencn und andere kleinereGrundstücke.
Auch diese zweite Ehe war mit 5 Kinderngesegnet. Am 17. 9. 1766 gab es eine Zwillings-taufe: Iobann Georg und /Karle t^oxla,dann folgten 1761 Lbarlotte, am 26. 6. 1762Qbrilttan Gottlteb, 1764 Anna Llilabetbund 1766 Nlbertlna. An Nachwuchs fehlte esalso ebensowenig, wie an Wohlstand, zumalWulff Heinrich nach allen noch vorhandenenAufzeichnungen über seine geschäftlichen An-gelegenheiten ein recht guter Land- und ein nochbesserer Geldwirt gewesen sein muß, der auchgern Bedrängten aushalf. Wären also friedlicheZeiten geblieben, so hätte der ostprcußische Zweigsich zu großer Bedeutung entfalten können. Aberschon die nächste Generation, die 2. in der neuenostxreußischen Heimat, wurde von den Stürmendes 7 jährigen Krieges erschüttert, die 3. fastganz zu Boden gedrückt durch Kriegsleistungen,Kontributionen, Plünderungen seitens der rus-sischen Truppen und das gänzliche Darniederliegenaller wirtschaftlichen Arbeiten.
Nicht lange nachdem die älteste TochterBarbara Margarethe eine Eppingengeworden war, wurde Charlotte die Gattindes schwedischen Gbersten Nils Jordan;ihre 3 Kinder sind aber nach den in Stockholmerlangten Nachrichten jung gestorben. MarieLoysa wurde später eine Wildenheim,Anna Elisabeth, nachdem sie eine anderezarte nicht „standesgemäße" Neigung zu unter-drücken gezwungen worden, eine Bülow undAlbertina eine B e r g s e l d. Auch nachihrer Ausstattung mit je 5666 st. usw. bliebnoch stattlicher Lrbbesitz für die 4 Söhne: Demältesten, Heinrich Rudolf gebührte Gtten,für Wolfs Christof hatte der VaterWodunckeim ausersehen, für die beiden jüngstenJohann George »no Christian Gott-lieb blieben dann noch Schettnienen, BregdenSteinhoff, Gabditten usw. Alle wurden natürlichSoldaten, Wolfs Christof 3. 4. 1713Fähnrich bei Seidlitz Infanterie, für längereZeit und als Hauptberuf nur die beiden jüngsten.Während aber Wolff Christof undChristian Gottlieb, als sie in die Jahrekamen, nicht zögerten, eine passende Lebens-gefährtin zu ehelichen, hatte es hierin mit denbeiden andern seine eigene Bewandtnis. Derälteste Heinrich Rudolf hatte unter denTöchtern seines eignen Landes ein Wesen ent-deckt, deren Liebreiz und sympathisches Wesenihn alle Schranken mißachten ließen. AnnaGymboscbin war's die ihm gefiel; ihr entsagteer nicht, blieb ihr bis ans Ende treu, zahlteruhig seine „Kirchenbußcn", als zweimal ihmVaterfreuden blühten und stattete diese beiden
Die ostpreußischen Unruhs.